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Markkleeberg Freie Wähler wollen CDU die Mehrheit abnehmen
Region Markkleeberg Freie Wähler wollen CDU die Mehrheit abnehmen
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19:01 26.05.2019
In der Mensa der Grundschule empfingen die Wahlhelferinnen Monika Brückner, Nora Schulz, Suntina Rabich und Katja Händler (von links) die Wähler. Quelle: Foto: André Kempner
Zwenkau

In Zwenkau kämpft die Freie Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Zwenkau“ mit Spitzenkandidatin Heike Oehert darum, die seit mehr als 15 Jahren andauernde Mehrheit der CDU zu knacken. Man darf gespannt sein, ob die Zwenkauer den Umbruch wollen.

2009 hatten sie sich erstmals beworben und aus dem Stand 20,3 Prozent geholt. 2014 waren sie mit 26,2 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU, die ihre 47,2 Prozent behalten möchte. Die Freien Wähler wollen jedoch nicht zweitstärkste Kraft bleiben, sondern wieder ein deutliches Plus einfahren. Die FDP ist seit der letzten Wahl gar nicht mehr vertreten und hat keinen Kandidaten aufstellen können. Auch die SPD war in den letzten Jahren komplett raus, obwohl sie 2014 noch 11,6 Prozent der Stimmen und zwei Sitze erkämpft hatte. Doch stieg Harald Redepenning, der sich wieder als einziger Kandidat seiner Fraktion bewirbt, 2015 auf eigenen Wunsch aus. Ein knappes Jahr später legte Werner Heuer sein Mandat nach mehr als zehn Jahren Abgeordnetentätigkeit aus Altersgründen nieder.

Die Wahlbeteiligung folgt voraussichtlich dem sachsenweiten Trend. Kurz nach 16 Uhr hatten bereits 50 Prozent von insgesamt 7690 stimmberechtigten Bürgerinnern und Bürgern für die Europa-, Kreistags- sowie Gemeinderatswahl in acht Bezirken gewählt, gab Wahlleiterin Tanja Felker bekannt. Über die Besetzung des Stadtrats durften 7530 Zwenkauer entscheiden. Allein für den Stadtrat wurden 849 Unterlagen für die Briefwahl verschickt. Man könne davon ausgehen, bis zum Schließen der Wahllokale die 51,4 Prozent Wahlbeteiligung von 2014 zu erreichen oder zu übertreffen.

Im Wahllokal in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes in der Schulstraße befragten zwei Mitarbeiter der Forschungsgruppe Wahlen des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) jeden vierten Wähler beziehungsweise jede vierte Wählerin nach der Entscheidung zur Europawahl. Seit dem frühen Morgen schickte das Duo alle zwei Stunden Zwischenergebnisse zum ZDF-Sitz in Mainz – gedacht für erste abendliche Prognosen und eine frühzeitige Wahlanalyse.

Von Gislinde Redepenning

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