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Markkleeberg Freiluft-Galerie: Sprayer holt Markkleeberger See mitten in die Stadt
Region Markkleeberg Freiluft-Galerie: Sprayer holt Markkleeberger See mitten in die Stadt
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07:31 17.09.2019
Der Schirmherr des Kunstprojekts, Michael Fischer-Art, präsentiert mit Kerstin Kaiser seine Metalltafel. Im Hintergrund arbeitet Mark Knust an der Verschönerung der Giebelwand. Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Passanten stoppen und staunen: Da steht doch am helllichten Tag mitten in Markkleeberg jemand mit einer Sprühdose in der Hand vor einer frisch gestrichenen Giebelwand. Ganz legal und in offiziellem Auftrag bereitet Graffiti-Künstler Marc Knust das Mauerwerk für die aus einem bunten Mosaik von Kunstwerken zusammensetzte Freiluftgalerie auf dem Südplatz vor, die am Samstag, 28. September, feierlich enthüllt wird.

Penelope schaut über den See

Was im unteren Teil der Wand als harmonische Landschaft entsteht, ist der Markkleeberger See. Auf dem Wasser schwimmt ein Fahrgastschiff. Penelope, die in der Realität als Steinskulptur im wehenden Gewand vom Ufer aus über den das Wasser blickt, schaut im Graffito von Knust bald auch auf das Mosaik aus 24 einzelnen Kunstwerken – momentan sieht man lediglich den Rahmen für die 80 mal 80 Zentimeter großen Metalltafeln.

Vor einem Jahr wurden sie an Kitas, Schulen, Einzelkünstler und Vereine ausgegeben. Inzwischen hat Initiatorin Kerstin Kaiser, Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung, die fertigen Kreationen gesehen und ist rundum begeistert von den unterschiedlichen Herangehensweisen. Die seien unglaublich spannend. „Alle haben sich zum Jahresmotto ,Markkleeberg – das sind wir!’ unglaubliche Mühe gegeben. Es wird viel Wasser zu sehen sein“, verrät sie vorab.

Ebenso wie in der Seenlandschaft, die Knust in die Mitte der Stadt zaubert. „Die Schwierigkeit war, ein dezentes Motiv zu finden, das das eigentliche Kunstobjekt nicht stört, sondern begleitet“, erklärt er. Dass gleichzeitig die hässlichen grauen Trafokästen verschwinden, weil sie mit „Tarnmalerei“ ins Motiv eingebunden werden, sei ein positiver Nebeneffekt.

Hoffen auf Sprayer-Ehrenkodex

Natürlich verbinde sich mit der farblichen Gestaltung der Wand auch die Hoffnung, dass unschöne illegale Sprühereien und damit die Sachbeschädigungen aufhören. Denn es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man Werke von anderen nicht übermalt. Markkleeberg setzt seit vielen Jahren auf den Sprayer-Kodex und hat damit Erfolg. „Ich habe schon mehr als 100 Stromkästen und Trafo-Stationen mit den unterschiedlichsten Motiven, beispielsweise aus der Stadt, gestaltet und musste die wenigsten nacharbeiten“, erzählt Knust. Die Resonanz, die er erfahre, sei immer positiv. Er stoße auf Interesse und Verständnis. Seine Graffiti-Malerei sei als Kunstform in der Bevölkerung angekommen.

Musik, Kunst und Kulinarisches zum großen Fest

Kerstin Kaiser arbeitet mit Hochdruck an den Vorbereitungen für das Kunstwinkel-Fest. Mehr als 30 Künstler, Musiker und Gastronomen hat sie eingeladen. Sie sollen mit ihren Angeboten die Sortimente der ansässigen Markkleeberger Händler bereichern und ein großes Publikum in die Rathausstraße, den Platz an der Südstraße und den Bahnhofsvorplatz locken. „Das Fest unterstützt alle, die im Zuge der langen Baumaßnahmen für die ,Neue Mitte’ Einbußen hinnehmen mussten“, sagt Kaiser. „Wir freuen uns sehr, dass kein Ladengeschäft aufgeben musste und wollen unseren Händlern damit nach einer langen Durststrecke unter die Arme greifen.“ Auch das sei Wirtschaftsförderung.

Von Gislinde Redepenning

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