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Markkleeberg Gefühlswelten auf Papier gebannt
Region Markkleeberg Gefühlswelten auf Papier gebannt
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17:03 12.01.2011
Jede Stimmung hat ihre eigene Maltechnik. Acrylbilder von Petra Blume entstehen meist, wenn sie einen Weg sucht, ihre Gefühlswelt sichtbar zu machen. Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Seit Dienstag ist ihre Ausstellung „Gefühlswelten“ im Rathaus zu sehen. Der Titel ist bewusst gewählt, denn ohne ihre „manchmal chaotische Gefühlswelt“ gäbe es die Bilder nicht.

Im Jahr 2003 erkrankte die heute 46-Jährige an Depressionen, ausgelöst durch eine chronische Borreliose. „Das Malen half mir über die Zeit, es half mir, damit umzugehen und mich auszudrücken“, erklärt sie. Vor allem aber war es ihr Weg, die Leiden zu vergessen. Jahrelang wusste sie nicht, woher die Schmerzen kamen, erst im vergangenen Jahr bekam sie die Diagnose Borreliose.

„Es ist eine sehr aufwühlende, emotionale Ausstellung“, sagt Ralph von Rauchhaupt, Sachgebietsleiter Kultur im Rathaus. Dass Blumes Leben viele Facetten habe, sei den Bildern anzusehen. „Es gibt Brüche, Rückschläge, Krisen, es gibt aber auch das Aufstehen, das Aufrappeln“, sagt er. Das mache die Schau so spannend. Untermauert wurden seine Ausführungen durch das klassische Gitarrenspiel von Thomas Ranft. Der Musikschullehrer spielte zur Eröffnung der Ausstellung emotionale südamerikanische Stücke.

Obwohl Blume erst vor elf Jahren zur Malerei fand, war ihr Leben schon immer von Kunst geprägt. Unter anderem arbeitete sie als Keramikdekorateurin, Schauwerbegestalterin und Bauzeichnerin.

Ihre Bilder tragen Titel wie „Begraben“, „Chaos der Gedanken“ und „Unordnung“. Die Acrylbilder zeigen sehr eindrucksvoll das seelische Chaos der Malerin. Auch Grafiken gehören zum Werk von Blume. Eine heißt „Sitzblockade“ und beschreibt ihre Ausdauer, bei Ärzten auszuharren, bis sie eine Diagnose bekommt. Eine andere trägt den Titel „Automat“ – ihre Antwort auf die Erwartungshaltung, immer für andere funktionieren zu müssen. „Gerade die Grafiken haben auch was Satirisches“, sagt die Kunstpädagogin Cornelia Stadelmann. Ironie und Satire seien eine Form, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Wohl auch deshalb hat jede Stimmung Blumes ihre eigene Maltechnik.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Februar zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Julia Tonne

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