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Markkleeberg Heinz Mutterlose malt farbenreich, zeitlos und empfindsam – Schau in Zwenkau
Region Markkleeberg Heinz Mutterlose malt farbenreich, zeitlos und empfindsam – Schau in Zwenkau
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09:01 03.03.2020
Heinz Mutterloses Tochter Ingrid Kuhnt und ihr Mann Volker kümmern sich um den Nachlass des Schkeuditzer Künstlers. Quelle: Kempner
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Zwenkau

Seine Werne sind farbenreich, zeitlos und empfindsam – der Schkeuditzer Maler und Grafiker Heinz Mutterlose schöpfte aus dem Reichtum der Natur. Der Name der aktuellen Ausstellung in der Zwenkauer Lehmhaus Galerie könnte nicht passender gewählt sein: „Natürlich – Heinz Mutterlose“.

Loblied auf die Schönheit der Natur

Seine Blumen und Landschaften sind ein Loblied auf die Schönheit der Natur. 77 Aquarelle, Ölbilder und Grafiken schmücken die Wände der Lehmhaus Galerie – bildnerische „Erinnerungen zum 25. Todestag“ des 1927 in Schkeuditz geborenen Künstlers. „Kunst zu schaffen, das war sein Leben“, erinnert Ingrid Kuhnt, die Tochter von Heinz Mutterlose. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Volker betreut sie den Nachlass ihres Vaters, der in den 1950er Jahren an der Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ in Halle studiert hat.

Spannungsgeladen und facettenreich

Gemalt habe ihr Vater oft im eigenen Garten oder im „Sommeratelier“. „Dafür hat er die Wände des Schuppens selbst großzügig verglast“, erinnert sich die Tochter. „Er hat die Natur auf sich wirken lassen und dann seine eigenen Ideen entwickelt. „Mutterloses Bilder sind abwechslungsreich“, lobt Galeristin Catherine Scholz. Spannungsgeladen präsentiert sich der „Herbstliche Wald“ – ein Triptychon mit schroff nach oben ragenden Baumstämmen in kühnen Linien. Facettenreich andere „Waldwege“ – Aquarelle voller Zwischentöne, die mal mit expressivem mal mit impressionistischem Blick entstanden.

Immer lebendig blühen seine Blumen auf der Leinwand. Pastellene Schönheiten, gemalt als reizvolle Tupfer, aus denen das Rot oder Gelb einer Blüte heraus strahlt. Geheimnisvoll und magisch zugleich wirkt die „Mondnacht“, eine Farblithografie, auf die Betrachter.

Impressionen aus der Heimat

Mit dem „Auenwald“ oder dem „Blick auf Schkeuditz“ ist auch die Leipziger Region dargestellt. An das der Braunkohle geopferte Eythra erinnern Zeichnungen, die Bauern bei der Arbeit oder Heuwagen, Traktoren und Dreschmaschinen zeigen. Rotviolett leuchtet ein Feld – erst bei näherem Hinsehen erkennt man die wuchtigen Kohlköpfe von Werben.

Zum haptischen Erlebnis wird ein Ölgemälde, auf denen die Farbe expressiv aufgeschichtet ist. Mit „Sosopol“ und „Bergdorf in Bulgarien“ sind auch bildnerische Reiseeindrücke zu sehen. Studienreisen nach Italien, Türkei, Tunesien, Marokko, Paris oder Amsterdam waren für Heinz Mutterlose freilich erst nach 1990 möglich. Viel ist der Künstler in den fünf Jahren bis zu seinem Tod 1995 ins westliche Ausland gereist – als ob er alles Versäumte rasch nachholen wolle.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. April immer donnerstags bis sonnabends, jeweils zwischen 14 und 18 Uhr oder nach Absprache unter der Telefonnummer 034203 32588 zu sehen.

Von Ingrid Hildebrandt

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