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Markkleeberg Kampf gegen gefährlichen Riesen-Bärenklau im Oberholz
Region Markkleeberg Kampf gegen gefährlichen Riesen-Bärenklau im Oberholz
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07:33 14.06.2019
Die Forstwirte Mario Paul, Volkmar Wagner und Peter Vanca (von links) bekämpfen im Oberholz den Riesenbärenklau mit einem speziellen Pestizid. Quelle: Olaf Barth
Großpösna

Mit Schutzanzug, Schutzbrille, Atemmaske und Handschuhen ausgerüstet bekämpften Donnerstag Waldarbeiter im Auftrag des Forstbezirkes Leipzig im Großpösnaer Oberholz den Riesen-Bärenklau. Diese einst aus dem Kaukasus eingeschleppte „gebietsfremde“ Pflanze mit imposanter Blüte kann über drei Meter groß werden. Sie kann aber auch langwierige, verbrennungsähnliche Hautverletzungen verursachen. Deshalb wird zwei- bis dreimal im Jahr im Oberholz gegen das gefährliche Gewächs vorgegangen. Im Jahr 2012 war dort der Riesen-Bärenklau bei Landschaftspflegearbeiten auf 18 Flächen und an 53 Standorten gefunden worden. 2013 begann die regelmäßige Bekämpfung und eine damit einhergehende aufklärende Öffentlichkeitsarbeit.

Blumen und Gräser werden verschont

„Jetzt sind circa 95 Prozent der Pflanzen verschwunden, aber die Bekämpfung muss weiter gehen, da Einzelpflanzen nur schwer zu finden sind und Samen im Boden sehr lange überdauern können“, sagte Christoph Seifert. Der 35-Jährige ist der zuständige Förster im Revier Leipzig-Süd. An Einzelstandorten werde der Riesen-Bärenklau ausgegraben und vernichtet, Vorkommen auf Flächen würden mit einem speziellen, glyphosatfreien Pflanzenschutzmittel bekämpft. Einkeimblättrige Gewächse wie Blumen und Gräser würden nicht beeinträchtigt. Drei erfahrene Waldarbeiter aus dem Colditzer Revier beseitigten in Schutzausrüstung jetzt wieder ein großflächiges Vorkommen im Oberholz. Auf dem Rücken ein Kanister mit dem Pestizid, in der Hand eine Spritze, mit der das Mittel direkt auf den Riesen-Bärenklau aufgetragen wird, woraufhin er eingeht.

Info-Tafel klärt auf

„Gerade diese Wiese ist ein Erholungsschwerpunkt und gehört auch zum Wanderweg von Kindergruppen. Deshalb bestand hier dringender Handlungsbedarf“, erklärte Forstdirektor Andreas Padberg. Gleich neben der Wiese steht auch eine Tafel, auf der über den Riesen-Bärenklau informiert und der Unterschied zum heimischen, nicht ganz so hoch wachsenden Wiesen-Bärenklau erklärt wird. Padberg: „Diese begleitende Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig, auch um die Akzeptanz für unsere Maßnahmen zu erzielen.“

Von Olaf Barth

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