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Markkleeberg Kirchenkurator Rainer Benedix führt um den Herrensitz Großstädteln
Region Markkleeberg Kirchenkurator Rainer Benedix führt um den Herrensitz Großstädteln
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08:01 14.05.2019
Bürgermeisterin Jana Thomas (vierte von rechts) lauscht den Ausführungen von Rainer Benedix. Quelle: Foto: Andre Kempner
Markkleeberg

Kirchenkurator Rainer Benedix hatte die Ruhe weg. Trotz strömenden Regens führte er am Samstag im Rahmen der Aktion „Altendorffplatz und Kirche – offen für alle“ und aus Anlass des Tages der Städtebauförderung rund drei Dutzend interessierte Markkleeberger rund um das ehemalige Schloss Großstädteln. Der verfallenen Herrensitz wird seit Januar restauriert.

In eine der neben Konferenzräumen entstehenden Wohnungen möchte Investor Martin Leiser perspektivisch selbst einziehen, verriet Benedix. Eigentlich wollte Leiser selbst erklären, was er geplant und bereits in Angriff genommen hat. Doch sei er aus gutem Grund entschuldigt, so der Kirchenkurator. Denn während der Führung bereite sich Familie Leiser auf die Taufe von Sohn Johann vor, die gleich in der Kirche Großstädteln stattfinden würde. Da habe er gerne die Aufgabe seines Freundes übernommen.

Nach einem Streifzug durch die Historie des 1289 erstmals erwähnten Herrenhauses, das mehrfach die Besitzer wechselte, berichtete Benedix von den aktuellen baulichen Herausforderungen. Das Haus stehe auf Eichenpfählen, die durch das Absenken des Grundwassers angefangen haben, zu faulen. So musste am Fundament gearbeitet werden, bevor es an die Gestaltung des Innenraumes ging. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Im alten Torhaus haben bereits Familien ein neues Zuhause gefunden. Die ehemalige Scheune verwandelt sich gerade in attraktiven Wohnraum.

Die große Innenfläche, auf der noch Baufahrzeuge unterwegs sind, wird sich in ein grünes Refugium mit Spielplätzen für kleinere und größere Kinder verwandeln. Hier könne man auch besondere Märkte mit außergewöhnlichen Produkten veranstalten, wenn die Großstädtelner es wollten, so Benedix. „Mit dem Altendorffplatz wird das Ensemble einmal die schöne neue Mitte von Großstädteln“, prophezeite er.

Markkleeberg hat seit 2007 insgesamt rund 12 Millionen Euro in verschiedenste Maßnahmen in Gaschwitz und Großstädteln gesteckt“, informierte Bürgermeisterin Jana Thomas zu den sichtbaren Ergebnissen des Bund-Länder-Förderprogramms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“. Unterstützt würden private Maßnahmen wie die von Leiser. Die Orangerie Gaschwitz als Begegnungszentrum und der Altendorffplatz gehörten zu den öffentlichen Maßnahmen. Nicht nur bauliche Veränderungen sind sichtbar geworden, auch Veranstaltungen wie der Stadtspaziergang haben sich etabliert. Quartiersmanagerin Vera Stein hatte große aufrollbare Banner mitgebracht, auf denen der chronologische Ablauf und die Bandbreite der vielfältigen Projekte dargestellt waren. „Vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, wurde auch umgesetzt“, resümierte sie.

Von Gislinde Redepenning

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