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Markkleeberg Leiser Baustart auf der Koburger Straße
Region Markkleeberg Leiser Baustart auf der Koburger Straße
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07:03 30.07.2019
Die Brücke in der Koburger Straße in Markkleeberg wird saniert. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Im Schatten der Diskussionen um die Agra-Brücke ist dieser Tage mit den Bauarbeiten an einem anderen Überführungsbauwerk in Markkleeberg begonnen worden. Die Brücke der Koburger Straße über die Gleise der Waldbahn zwischen Plagwitz und Gaschwitz wird saniert. Kurioses Detail: Obwohl von Baumaßnahmen weit und breit nichts zu sehen ist, geht es trotzdem vorwärts.

Brücke entkam knapp einer Vollsperrung

Das Bauwerk, gelegen auf der Koburger Straße in der Nähe der Kirschallee, trägt die Nummer 13 und ist die einzige über Gleisanlagen führende Brücke, die sich im Eigentum der Stadt Markkleeberg befindet. Im Rahmen der turnusmäßigen Hauptüberprüfung wurde sie im Jahre 2018 mit der Zustandsnote 3,0 bewertet. Mit dem Hinweis, dass ab Zustandsnote 4 eine weitere Nutzung der Brücke untersagt werden muss, machte das Tiefbauamt die Dringlichkeit einer Sanierung deutlich. Der Stadtrat gab daraufhin für das 484 000 Euro umfassende Projekt grünes Licht.

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Geländer werden nicht vor Ort erneuert

„Es wird in zwei Bauabschnitten realisiert“, weiß Markkleebergs Pressesprecher Daniel Kreusch. „Die Arbeiten am ersten Abschnitt haben am 15. Juli begonnen und werden voraussichtlich Anfang Oktober abgeschlossen.“ Dass man derzeit vor Ort keine Baumaßnahmen wahrnehmen kann, liege am Bauablauf. „Unter anderem werden die Geländer rechts und links der Fußwege erneuert. Die Vorfertigung findet gegenwärtig statt, allerdings nicht vor Ort an der Brücke“, so Kreusch.

Sperrpause mit Deutscher Bahn abgestimmt

Um ein langwieriges und teures Sperrverfahren der Bahnanlagen zu vermeiden, wurde der Bauablauf so geplant, dass die Hauptarbeiten vor Ort während einer von der Deutschen Bahn ohnehin geplanten Sperrpause realisiert werden. Während die DB den neuen Übergang am Equipagenweg baut, kann Markkleeberg den ersten Bauabschnitt zur Brückensanierung in der Koburger Straße realisieren. Eine Konstellation, die viel Geld und Zeit spart. Separate Sperrpausen zur Brückenunterhaltung, darauf wies das städtische Tiefbauamt bereits in der Verwaltungserläuterung für die Stadträte hin, würde die Deutsche Bahn meist nur in verkehrsarmen Zeiten zwischen 23 und 4 Uhr genehmigen.

Beton platzt auf, Steine müssen ersetzt werden

Im Mittelpunkt des ersten Bauabschnitts stehen zunächst Maßnahmen der Beton- und Natursteinsanierung unter der Brücke. Es habe punktuell Abplatzungen des Betons gegeben. Lose Steine sollen entfernt und durch Betonsteine ergänzt werden, informiert die Stadtverwaltung. Außerdem würden sich in Natursteinen Metallteile befinden, die verrostet sind. Sie würden durch neue Natursteine ersetzt. Der Abschluss dieser ersten Sanierungsetappe sei für Anfang Oktober geplant, heißt es.

Sperrung der Brücke erst im kommenden Jahr nötig

„Da die Koburger Straße infolge anderer Straßenbauvorhaben als Umleitungsstrecke genutzt wird, kann der zweite Bauabschnitt erst im kommenden Jahr in Angriff genommen werden“, blickt Daniel Kreusch voraus. Dann sei auch eine zeitweilige Sperrung der Koburger Straße im Bereich der Brücke notwendig, da die Arbeiten die Deckschicht der Fahrbahn betreffen. Geplant sei, dass die Maßnahmen während der Schulferien realisiert werden.

Von Rainer Küster