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Markkleeberg Ministerin Petra Köpping schnippelt Radieschen im Wohnverbund
Region Markkleeberg Ministerin Petra Köpping schnippelt Radieschen im Wohnverbund
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16:08 01.07.2019
Ministerin Petra Köpping (Zweite von rechts) hat nicht nur zu besonderen Anlässen ein offenes Ohr für die Belange des Wohnverbundes. Quelle: Foto: Andre Kempner
Markkleeberg

Eine ungewöhnliche Schnippelhilfe nahm kürzlich im Wohnverbund Katharina von Bora des Diakonischen Werkes in Markkleeberg bei der Zubereitung eines gemeinsamen Mittagessens Platz am Tisch: Petra Köpping, die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Sie hat an der Aktion „Perspektivwechsel“ teilgenommen und einen Tag in der Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen verbracht.

Zum inzwischen elften Mal hatten die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik zur Aktion „Perspektivwechsel“ eingeladen. Petra Köpping kommt nicht nur zu solchen besonderen Anlässen, sie ist regelmäßig im Wohnverbund zu Gast und hat ein offenes Ohr für die Belange, die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort.

Tagesstruktur außerhalb des Wohnbereichs

„Ich bin die Petra“, hat sie sich vorgestellt und sich gleich mit Messer und Brettchen bewaffnet zum Schneiden von Radieschen zwischen die Bewohnerinnen und Bewohner im Rentenalter gesetzt. Sie bereiten unter der Obhut von Ines Pittermann, die sich um die Tagesstruktur kümmert, gemeinsam ein Mittagessen vor. Pellkartoffeln mit einem bunten Gemüsequark und ein Obstsalat stehen auf dem Programm. „Wir basteln auch, je nach Jahreszeit, machen Spaziergänge und unternehmen vieles mehr, um den Tag sinnvoll zu gestalten“, erklärt Pittermann. Sie orientiert sich dabei an den individuellen Fähigkeiten und den Interessen. Bücher und Zeitungen werden vorgelesen. Uschi beschäftigt sich gerne mit ihrem Malbuch. Um die richtigen Farben zum Ausmalen herauszubekommen, muss sie erst einmal Rechenaufgaben lösen, erzählt sie. Es gibt auch einen Musikkreis. Wenn der dran ist, kommt Jochen später, das ist gar nicht sein Ding, macht er der Ministerin klar.

„Wir haben drei Jahre gebraucht, um diese Räume für die Tagesstruktur einzurichten. Für uns war es wichtig, auch außerhalb der Wohnbereiche einen Platz zu schaffen, an dem man sich treffen kann“, erzählt Wohnverbund-Leiterin Kathrin Lübcke. Seit Beginn des Jahres wird die große, behindertengerecht angelegte Küche genutzt. „Zum Kochen gehört natürlich das Abwaschen, da können endlich auch die Rollstuhlfahrer helfen“, freut sich Lübcke. „Auch die Toiletten auf der gleichen Etage sind eine große Erleichterung im Alltag.“

Wunschtraum Wellnessbad

Auf die Frage von Petra Köpping, was sich denn die Bewohnerinnen und Bewohner noch wünschen würden, kam einhellig die Antwort: „ein Schwimmbecken.“ Am liebsten ein Wellnessbad, wie es eines im Riff in Bad Lausick gibt. Markkleeberg habe zwar ein Sportbad mit einem verstellbaren Boden, doch könne der nicht bei spontanen Besuchen zu den öffentlichen Schwimmzeiten einfach angehoben werden.

Von Gislinde Redepenning

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