Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Mitgas saniert Abfallgrube unter altem Gaswerk
Region Markkleeberg Mitgas saniert Abfallgrube unter altem Gaswerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 04.02.2019
Christoph Romeis, Volker Schnelle und Mirko Lehmann (von links) vor der Baugrube in der Einhausung. Das Loch wird jetzt mit Erdreich verfüllt. Quelle: Andre Kempner
Zwenkau

Auf dem Areal des 2017 abgerissenen alten Gaswerks in der Bahnhofstraße wurden jetzt in Regie der Mitgas als Rechtsnachfolgerin und Eigentümerin und in Abstimmung mit dem Umweltamt des Landkreises Leipzig Altlasten entfernt. Eingehaust und damit unsichtbar hatten sich Fachleute an den Rückbau der Teer- und Ammoniakwassergrube gemacht.

Das Gaswerk wurde 1904 gebaut, war aber nur bis 1924 in Betrieb, um die Stadt Zwenkau und die Nachbarorte zu versorgen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Lager- und Bürogebäude. Später wurde es bis zum endgültigen Aus 1997 als Standort für den Meisterbereich Gasversorgung genutzt. „In der Zeit von 1900 bis in die dreißiger und vierziger Jahre hinein hat man auf diese Art aus Braunkohle Gas gewonnen“, berichtet Mirko Lehmann vom Immobilienmanagement der Mitgas. Man habe es mit Relikten zu tun, die mehr als einhundert Jahre sind.

„Um den Standort nutzen zu können und Investoren zu finden, mussten wir die Altlasten entsorgen, dazu sind wir als Grundstückseigentümer gesetzlich verpflichtet“, erläutert er weiter. Die Sanierungspflicht sei im Bundesbodenschutzgesetz verankert. Das sei auch eine große finanzielle Hürde. Die Kosten für die Maßnahme bewegten sich laut Pressesprecherin Cornelia Sommerfeld „im unteren Millionen-Euro-Bereich“. Genaueres könne man erst nach Abschluss sagen. Die bis zu 90-prozentigen Förderung durch den Freistaat könne man nur bekommen, wenn Gefahr im Verzuge ist.

Der Startschuss fiel im September mit dem Bau der Einhausung. „Aus Sicherheitsgründen, um die Arbeiten zu erleichtern und um eine Geruchsbelästigung von den Anwohnern fernzuhalten“, sagte Volker Schnelle von der Mitgas. Dafür hatte man zusätzlich gleich drei Filteranlagen in Betrieb. „Und wir haben alle betroffenen Nachbarn im Vorfeld der Arbeiten informiert, genau wie 2017 vor dem Abriss.“ Der Rückbau sei jetzt abgeschlossen. „Dabei handelt sich um ein recht großes Bauwerk mit den Abmessungen 15 mal 15 Meter, mit vier Metern Tiefe und mit mehreren Kammern“, beschreibt Christoph Romeis, Bauleiter der Strabag. Wie bei der Entsorgung von Altlasten üblich, habe man nicht genau gewusst, was man finden würde. Um die Erkundungsfähigkeit herzustellen, war der Abriss nötig. „Erst dann konnten wir uns mit den Altlasten beschäftigen und Proben entnehmen, vorher wäre das, auch wegen der Einsturzgefahr, gar nicht möglich gewesen“, so Schnelle. „Es hat lange gedauert, bis wir mit der Firma Lobbe einen Entsorger gefunden hatten, dadurch sind wir in Verzug gekommen.“ Die ausgebaggerten Schadstoffe wurden inzwischen einer thermischen Behandlung unterzogen, das heißt, sie wurden in ganz speziellen Filteranlagen verbrannt.

Ab der kommenden Woche wird die Baugrube mit Erdreich verfüllt. Danach verschwindet die Einhausung. Was künftig auf dem Gelände passieren wird, ist noch völlig offen. „Wir machen einen Schritt nach dem anderen, wenn wir hier fertig sind, werden wir darüber entscheiden“, erklärte Mirko Lehmann. Es befänden sich auch noch Fundamente im Erdreich, doch die störten erst einmal niemanden. Was damit passiere, würde je nach Art der Nachnutzung entschieden. Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hatte 2017 bereits Interesse an dem 4500 Quadratmeter großen Grundstück angemeldet, um es möglicherweise für weitere Wohnbebauung zu verwenden.

Von Gislinde Redepenning

Die Entscheidung ist gefallen. An der Promenade des Markkleeberger Sees soll das sogenannte Neuseenlandhaus errichtet werden. Gemeint ist damit ein auch architektonisch attraktives Besucher- und Informationszentrum. Am Dienstagabend wurden im Rathaus Großpösna die Standortwahl begründet.

31.01.2019

Bei der Aktion „Schau rein!“ öffnen Arbeitgeber im Landkreis Leipzig vom 11. bis 16. März wieder für Schüler ihre Pforten. Ab sofort können sich sowohl Unternehmen als auch Jugendliche dafür anmelden.

30.01.2019

Ab sofort können im Landkreis Leipzig Vorschläge für die Kreistagswahl am 26. Mai eingereicht werden. Die Frist läuft bis zum 21. März.

29.01.2019