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Markkleeberg Neue Haltestelle für mehr Sicherheit: Kinder stehen bald nicht mehr auf der Straße
Region Markkleeberg Neue Haltestelle für mehr Sicherheit: Kinder stehen bald nicht mehr auf der Straße
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10:01 12.07.2019
Die Bushaltestelle an der Lebenswelt-Grundschule wird ausgebaut und verlegt. Alexander Wagner (links) und die Schülerinnen und Schüler stehen derzeit noch auf der Straße, wenn sie auf den Bus warten. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Die Kinder der evangelischen Lebenswelt-Grundschule in Rüssen-Kleinstorkwitz müssen bald nicht mehr auf der Straße stehen, wenn sie auf den Bus warten. Dank 15 000 Euro aus dem Wettbewerb „Sächsischer Mitmach-Fonds“ bekommen sie eine neue Bushaltestelle.

Die derzeitige Haltestelle besteht lediglich aus einer Tafel am unbefestigten Straßenrand im Geschwister-Scholl-Weg. In knapp zehn Metern Entfernung rasen die Autos auf der Döhlener Straße vorbei – meistens viel zu schnell, obwohl regelmäßig genau an der Einfahrt zur Schule geblitzt wird. Ein Zustand, mit dem niemand zufrieden ist.

Hoffnung auf Baustart im Dezember

Anlass für Alexander Wagner, sich als Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des Vereins Lebenswelt Grundschule beim Wettbewerb „Sächsischer Mitmach-Fonds“ zu bewerben. Er hatte ein Konzept für eine neue, ordentliche Bushaltestelle eingereicht und die erfreuliche Mitteilung bekommen, dass seine gewünschten 15 000 Euro bewilligt werden. Damit ist die Grundschule einer von 254 Preisträgern in Mitteldeutschland, die in diesem Jahr von insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Förderung neuer Ideen profitieren.

Mit Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hat sich Wagner bereits vor Ort umgesehen und verschiedenste Varianten durchgespielt. Die neue Haltestelle mit einem sicheren Gehweg soll nun auf der Döhlener Straße in Richtung Zwenkau entstehen. Das Grundstück neben der Straße ist ohnehin in städtischem Besitz. Wie genau es weitergeht, wird nun mit dem Straßenbauamt des Landkreises besprochen. „Wir hoffen, dass die Bauarbeiten im Dezember starten“, so Wagner.

Linie 123 verkehrt häufiger

Gleichzeitig habe der Landkreis den Fahrplan für die Linie 123 geändert, freut sich Wagner. Sie verkehre ab August von Montag bis Freitag im Stundentakt zwischen Zwenkau, Groitzsch und Pegau. Die Situation verbessere sich für die Schülerinnen und Schüler aus allen Orten. So manches Kind müsse im nächsten Schuljahr nicht mehr von den Eltern gebracht und abgeholt werden. „Die Kinder sind ja gerade in einem Alter, in dem sie selbstständig werden und lernen sollen, alleine mit dem Bus zu fahren“, erklärt Wagner. „Und unsere Kinder können in den Ferien bei Bedarf auch günstiger mit dem Bus ins Waldbad nach Zwenkau fahren.“

Perspektivisch wünschen sich alle Betroffenen einen Umbau der Döhlener Straße in diesem Bereich, mit sicheren Bushaltestellen in Schulnähe auf beiden Seiten, Querungshilfen und einer Verschwenkung der Straße, um Autofahrer zu einer Reduzierung ihrer Geschwindigkeit anzuhalten. Aus Richtung Wiederau kommende Busse halten derzeit am Scheidtplatz in Döhlen. Von dort aus müssen die Kinder noch ein ganzes Stück am unbefestigten Straßenrand entlang laufen und dabei die Döhlener Straße überqueren.

Von Gislinde Redepenning

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