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Markkleeberg Neue Pumpstation soll beim Abfluss nachhelfen
Region Markkleeberg Neue Pumpstation soll beim Abfluss nachhelfen
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07:00 20.04.2017
Bis Juli gesperrt ist der Uferrundweg des Markkleeberger Sees an dieser Stelle. Eine Pumpstation entsteht, die den See-Abfluss im Notfall beschleunigen soll. Quelle: Foto: André Kempner
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Markkleeberg

Am Markkleeberger See ist bis Juli in Höhe des Auslaufes zur Kleinen Pleiße der Rundweg gesperrt. Dort wird eine Pumpstation gebaut, um den problematischen Abfluss zu verbessern.

Hintergrund der Aktion sind die andauernden Probleme mit dem Wasserstand in dem Bergbaufolgesee. So wären 2013 beinahe große Schäden am Kanupark und seinen teuren technischen Anlagen entstanden, als durch einen Gösel-Dammbruch erst der Störmthaler See Hochwasser führte, das in den Markkleeberger See abgelassen wurde, von dort aber nicht schnell abfließen konnte.

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Verantwortlich dafür ist die Entwässerung über die Kleine Pleiße. Rund 400 Liter pro Sekunde würden dort in normalem Gefälle Richtung Auwald ablaufen, so LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. Die neue Station mit zwei Rezirkulations-Pumpen, die bis Juli neben dem Auslaufbauwerk errichtet werden soll, sei vor allem für die Zeiträume gedacht, in denen das Abflussvermögen der Kleinen Pleiße nicht ausreicht, um das gesamte anfallende Überschusswasser abzuleiten, so Steinhuber. Dazu werde dann das dortige Schütz geschlossen, würden die Pumpen bis zu 500 Liter pro Sekunde über die natürliche Schwelle heben, damit das Wasser schneller und dauerhaft abfließe, so LMBV-Abteilungsleiter Thomas Rösler.

Die Pumpstation sei eine Vorhaltemaßnahme, gedacht für einen Interimszeitraum bis zum Fertigstellen einer endgültigen Lösung, die das nachhaltige Ableiten des Überschusswassers sicher gewährleiste, erklärte Rösler. Wie berichtet, ist dafür jüngst wieder die „Wasserschlange“ ins Gespräch gekommen – ein schiffbarer Kanal vom See zur Pleiße.

Der Rundweg soll laut Baufirma jeweils an den Wochenenden am Freitagnachmittag für die Seeausflügler wieder geöffnet werden.

Von Jörg ter Vehn

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