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Markkleeberg Rap für Geostrukturen und eine heile Zukunft
Region Markkleeberg Rap für Geostrukturen und eine heile Zukunft
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07:40 12.11.2019
Im Kindermusikstück „Der Supervulkan“ mit der Sächsischen Bläserphilharmonie überzeugte Christine Steuber als Frau Professor Dr. Zweistein im Großen Lindensaal. Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Irgendwie ist Frau Prof. Dr. Zweistein etwas nerdig, aber gerade deshalb unerhört sympathisch. Karo-Kostüm, Blümchen-Bluse, große Brille. Vor allem hat sie eine gewaltige Ahnung von Erdgeschichte. Da sprudelt sie los und ist kaum zu bremsen. Nach der Uraufführung in Mügeln präsentierte die bestens aufgelegte Sächsische Bläserphilharmonie ihremusikalische Erdgeschichte „Der Supervulkan“ – eine Kooperation der Philharmonie mit dem Geopark Porphyrland (erstreckt sich über die Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen) – am Sonntag in Markkleeberg.

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Vom geologischen Fund bis zum Klimawandel

Man muss nicht alles im Detail verstehen, was die sich abwechselnden Darstellerinnen Christine Steuber und Jennifer Demmel unter fachkundiger Anleitung der Dramaturgen – Geo-Wissenschaftlerin Annett Krüger und Schulbuchautor Wolfgang Gerber – auf die Bühne zaubern. Diese Frau Prof. Dr. Zweistein, die in ihrem Büro zwischen geologischen Funden, didaktischen Präsentationsformen und einem steinzeitlichen Radio herumschwirrt, ist schuldgeständig: „Was haben wir euch angetan?“ Sie meint damit die zivilisationsbedingten Ursachen des Klimawandels und das immer weiter aufgeschobene Handeln dagegen. Der für die Kernzielgruppe von 10- bis 14-Jährigen aufgerissene Bogen reicht von der Entstehung der regionalen Geostruktur vor 290 Millionen Jahren bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Doch am Schluss werden die jungen Zuschauer selbst in die Pflicht genommen, wie es bis zum Jahr 2099 weitergehen kann oder soll. Der Geopark-Rap entlässt alle nach 45 Minuten mit kompakten, gegenwartsrelevanten sowie im Schullehrplan verankerten Wissensinhalten.

Musik fetzt, ist rasant und rhythmisch

Wird der Geopark-Rap im Geopark Porphyr-Land auch zur Betriebshymne nach japanischem Vorbild? Wie schon beim Apfel-Konzer-Theater „Florentine“ hat Matthias Preisinger für das Spitzenbläserensemble eine fetzig-rasante und rhythmisch akzentuierte Musik komponiert. Kaskaden wie bei Leonard Bernstein erklingen und Christian Köhler am Pult tut wirklich alles dafür, dass diese Partitur mehr ist als eine Begleitmusik zum Bildungstalk oder eine Berieselung von Sachtexten. Eine solche Unterrichtsstunde lässt man sich gerne gefallen – als Lehrer, Schüler oder Erziehungsberechtigter. Ab nächster Woche sind didaktische Materialien für Schulen und Jugendeinrichtungen bei den Geschäftsstellen der Sächsischen Bläserphilharmonie in Bad Lausick (info@saechsische-blaeserphilharmonie.de) und des Vereins Geopark Porphyrland in Grimma (info@geopark-porphyrland.de) erhältlich.

Wiedersehen mit Bläserphilharmonie am 17. Januar 2020

Unterstützt wurde das zukunftsweisende Projekt zwischen einer öffentlichen und einer kulturellen Einrichtung mit didaktischen Inhalten von der Exzellenz-Förderung des Orchesters durch die Bundesregierung und dem Sächsischen Oberbergamt. In seine künstlerischen Fachkompetenz als einziges symphonisches Blasorchester Deutschlands spielt die Sächsische Bläserphilharmonie am 17. Januar 2020 beim Neujahrskonzert im Großen Lindensaal mit André Bautzmann und Robert Günschmann.

Von Roland H. Dippel

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