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Markkleeberg Schwan aus Großpösnaer Rittergutsteich gerettet
Region Markkleeberg Schwan aus Großpösnaer Rittergutsteich gerettet
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18:21 28.01.2010
Von Ulrike Witt
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Am Dienstag griff die Gemeindeverwaltung ein und rettete das Tier – übrigens nicht zum ersten Mal – aus seiner misslichen Lage. Doch das allein reichte diesmal nicht. „Wir haben festgestellt, dass er beim Laufen Schwierigkeiten hatte“, berichtet ein Bauhof-Mitarbeiter. Kurzerhand wurde das – noch namenlose – Tier ins Auto gepackt und in den Leipziger Universitätstierkliniken vorgestellt. Die Ärzte gaben nach der Untersuchung jedoch grünes Licht, sodass der Schwan am Abend die Heimfahrt nach Großpösna antreten konnte. Im Gepäck hatten die Männer auch einige Informationen. „Es soll sich um ein betagtes Federtier handeln. Seine Füße sind dunkel, was Fachleuten als sicheres Zeichen gilt und gleichzeitig eine Erklärung sein könnte, warum der Schwan sich nicht wie in der Natur üblich selbst eine eisfreie Zone schaffte“, erläutert sein Herbergsvater. Vielleicht sei er aber auch nur faul. „Viele Spaziergänger füttern den Schwan mit Brot. Doch das ist falsch verstandene Tierliebe, weil Gärstoffe und Salz ihm schaden und ihn zudem fett und unbeweglich machen“, erzählen die Baumänner neugierigen Besuchern. Bis zum Frühling wird der Schwan nun in seinem eilig hergerichteten Gehege hinterm Sportplatz auf gesunde Kost umgestellt: Grüner Salat, Haferflocken und Quetschweizen stehen nun täglich auf seinem Speiseplan. In die Betreuung teilen sich übrigens die neun Bauhöfler rein: „Da macht das ganze Kollektiv mit – ist doch Ehrensache.“

Ulrike Witt