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Markkleeberg Second Hand: Gaschwitz nutzt Radanlage aus Markkleeberg weiter
Region Markkleeberg Second Hand: Gaschwitz nutzt Radanlage aus Markkleeberg weiter
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15:44 10.09.2019
Tina de Bernardo vom Tiefbauamt, OBM Karsten Schütze und Ortsvorsteher Günter Schwarze (von links) bei der Einweihung der neuen Fahrradanlage am Bahnhof in Gaschwitz. Quelle: André Kempner
Markkleeberg

Die Stadt Markkleeberg hat am Dienstag offiziell eine großzügige Fahrradabstellanlage am Bahnhof Gaschwitz freigegeben. Das Besondere: Sie ist nicht nagelneu, sondern stand bis vor wenigen Monaten noch auf dem Bahnhofsvorplatz in Markkleeberg. Dort wird die „Neue Mitte“ schick und modern ausgebaut.

Stadt setzt auf Nachhaltigkeit

Die Konstruktion mit zehn überdachten Bügeln wurde im Zuge der Sanierung umgesetzt. Das sei allemal besser, als sie zu verschrotten, betonte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Auch die Pflastersteine lagen schon einmal an einem anderen Ort. „Wir haben einen Lagerplatz für Steine im Gewerbegebiet Großstädteln, ich freue mich, dass es gelungen ist, unsere Ressourcen sinnvoll einzusetzen“, so Schütze. Denn auch ohne brandneue Anlage belaufen sich die Kosten für die Herstellung des Platzes und das Umsetzen auf 18 500 Euro.

Lage im Seen-Kleeblatt ist günstig

Der Standort in Gaschwitz liegt strategisch gut – inmitten des „Seen-Kleeblatts“ mit Markkleeberger, Zwenkauer, Cospudener und Störmthaler See. Die Gewässer sind von hier aus mit dem Rad günstig und auf sicheren, verkehrsfreien Wegen erreichbar. „Ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge“, erläuterte Schütze. „Die Fahrradabstellanlage ist auch ein erster kleiner Schritt hin zu einem ordentlichen Nahverkehrs-Knotenpunkt für die Pendler im Umkreis“, sagte der OBM. Es bliebe aber in den nächsten Jahren noch viel zu tun.

Einen Parkplatz für Autos gibt es noch nicht, dafür fehlen aktuell die Flächen. Potenzial sei vorhanden, doch würde es noch ein paar Jahre dauern, bis man eine Lösung realisieren kann, so Schütze. Pendler nutzen derzeit inoffiziell die Einstellplätze vor dem benachbarten ehemaligen Gebäude der Sparkasse. Auch der rostige und von Unkraut überwucherte Fahrradständer am Eingang ist noch in Gebrauch, zumal man am Geländer Fahrräder anketten kann.

Es fehlt auch noch eine Buswendeschleife, damit die „Markkleeberger“ genannte Linie 106, die sowohl den Kanupark in Auenhain als auch das Ferienresort Lagovida am Störmthaler See ansteuert, nicht nur bis Großstädteln, sondern bis Gaschwitz durchfahren kann.

Marodes Bahnhofsgebäude bleibt Schandfleck

Ortsvorsteher Günter Schwarze (SPD) freut sich über den Fortschritt durch zahlreiche rekonstruierte Häuser in Gaschwitz. Das marode Bahnhofsgebäude nebenan sei allerdings ein Schandfleck und dem Tourismus nicht zuträglich. Das haben die Ortschaftsräte kürzlich zum wiederholten Mal bedauernd festgestellt. Doch sei das Gebäude in privater Hand und man könne darauf keinen Einfluss nehmen.

Gleich neben dem barrierefrei umgebauten Haltepunkt in Gaschwitz verfällt das alte Bahnhofsgebäude. Über den Schandfleck in Privatbesitz ärgern sich nicht nur die Ortschaftsräte. Quelle: André Kempner

Auch das früher von der Sparkasse genutzte Gebäude verfällt weiter. „Wir hatten viele Ideen, doch mussten wir sie verwerfen. Für einen Jugendclub eignet sich das Haus wegen zu niedriger Decken im Keller und unter dem Dach nicht, wir haben auch von einer touristischen Nutzung abgesehen, das Haus ist nicht barrierefrei“, erklärte Schütze. Wahrscheinlich werde man es abreißen.

Fahrgastunterstand zieht zum Kanupark

Eine Nachnutzung ist auch für den Fahrgastunterstand gleichen Bautyps mit einer roten Konstruktion und einem gewölbten Dach in Sicht, der im Sommer noch am Bahnhof in Markkleeberg stand. Er soll im nächsten Jahr an der Bushaltestelle Kanupark einen neuen Platz bekommen, während am zentralen Umsteigeknoten in der Neuen Mitte, der zudem mit einer dynamischen Fahrgastinformationstafel und einem großen Display aufgewertet wird, zwei neue Fahrgastunterstände installiert werden.

Von Gislinde Redepenning

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