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Markkleeberg Für krebskranke Kinder: Leni (8) aus Zwenkau lässt sich die Haare abschneiden
Region Markkleeberg Für krebskranke Kinder: Leni (8) aus Zwenkau lässt sich die Haare abschneiden
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06:53 16.08.2019
Der Schopf ist ab – und Leni (8) nach ihrer Entscheidung gar nicht mehr so aufgeregt wie kurz zuvor. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Leni Lödel sieht gar nicht glücklich aus. Die Achtjährige sitzt bei Friseurmeisterin Petra Greim auf der Couch und wagt einen großen Schritt: Sie möchte mindestens 30 Zentimeter ihres langen Haares, das sie Zeit ihres jungen Lebens gehegt und gepflegt hat, abschneiden lassen und es für krebskranke Kinder spenden.

Aufregung vor dem Schnitt

Noch ist die Grundschülerin sehr aufgeregt, aber ihre Augen beginnen zu leuchten, wenn sie von ihrer Entscheidung erzählt. Bei einem Ausflug mit der Familie hat sie ein Kind gesehen, das mit einem Mundschutz unterwegs war und keine Haare mehr hatte. Das ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Für solche kranken Mädchen oder Jungen möchte sie ihr Haar hergeben.

Mindestens 30 Zentimeter sind für die Fertigung einer Perücke nötig, erzählt Leni. Das Haar bekommen jetzt die „Die Haarspender“, ein Non-Profit Verein, der Kindern hilft, die ihr Haar durch Krankheit verloren haben. „Wir sind stolz auf Leni, weil sie diese Entscheidung ganz alleine getroffen hat“, erzählt Mutti Jenny Lödel, die mit einem lachenden und einem weinenden Auge zusieht. „Gerade eben in der Eisdiele wurde noch ihr schönes, langes Haar bewundert“, sagt sie.

Oma vermisst Rapunzel

So schlimm scheint der erste krasse Schnitt dann gar nicht gewesen zu sein. Leni schüttelt den Kopf und lässt ihre jetzt viel leichteren Haare fliegen. Dass sie bei der Jugend-Wasserwacht des DRK mit Feuereifer dabei ist und der lange Zopf bei den Übungen im Wasser des Waldbades Zwenkau immer so schwer geworden ist, dass sie ihn in einem kunstvollen Dutt auf dem Kopf tragen musste, hat ihr die Entscheidung erleichtert. Und auch Oma Steffi Klapperstück findet ihre Enkelin mutig und mit der neuen Frisur schick. Obwohl sie ihr „Rapunzel“ ein wenig vermissen wird.

Von Gislinde Redepenning

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