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Markkleeberg Vorbereitungen für A 72-Anschluss gehen in die nächste Phase
Region Markkleeberg Vorbereitungen für A 72-Anschluss gehen in die nächste Phase
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07:00 03.03.2017
An der B 2 zwischen Großdeuben und Zwenkau werden in Vorbereitung des A 72-Anschlusses Versorgungsleitungen umverlegt. Quelle: André Kempner
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Zwenkau/Böhlen

Der Bau der A 72 rückt Kilometer für Kilometer näher an Leipzig heran. An der B 2 Richtung Zwenkau gehen die Vorbereitungen jetzt in die nächste Phase. Nach der flächendeckenden Rodung von Bäumen sowie Hecken und Buschwerk vor zwei Jahren in der Ortslage Großdeuben werden jetzt Leitungen umverlegt.

„Westlich der B 2 hat die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH mit der Verlegung einer Fernwasserleitung begonnen. Die liegt derzeit in einem Bereich, in dem künftig ein Widerlager für eine Brücke im Zuge des Neubaus der A 72 entstehen soll“, erklärt die stellvertretende Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), Nicole Wernicke. Die Brücke werde die B 2 über die Bahngleise, die Pleiße, die S 72 sowie einen Rad- und Gehweg führen.

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Die bestehende, 80 Zentimeter dicke Fernwasserleitung führt vom Wasserwerk in Weßnig bei Torgau bis nach Zeitz und Zorbau bei Weißenfels und versorgt rund 150 000 Menschen mit Trinkwasser. „Die Verlegung ist so geplant, dass die Leitung später im Randbereich der A 72-Anschlussstelle Zwenkau liegen wird“, sagt Wernicke. Gleichzeitig würden bei den aktuell laufenden Baumaßnahmen die Fernmelde- und Steuerkabel, die Elektroenergiezuführung und eine kathodische Korrosionsschutzanlage in die Erde gebracht.

„Auf einer Länge von insgesamt 800 Metern wird zuerst die bestehende und das Areal der künftigen B 2 unterquert, anschließend werden die Bahngleise, die Pleiße, die S 72, der Geh- und Radweg sowie die künftige Autobahntrasse überquert. Dafür wird ein Mikrotunnel mit einem Stahlbetonschutzrohr von 1,40 Meter Durchmesser gebaut“, erläutert die Lasuv-Sprecherin. Nach der Querung der künftigen Autobahnrampe könne die neue an die alte Leitung angeschlossen werden.

Da auch hier, wie überall in der Tagebaufolgelandschaft im Leipziger Südraum, wieder mit Setzungen unter der Fernwassertrasse zu rechnen sei, werden nördlich und südlich der aktuellen B 2 zusätzliche Erdmassen zur Stabilisierung des Bodens aufgebracht. Das Gleiche sei auch östlich der jetzigen B 2/B 95 direkt hinter der B 2-Brücke in Fahrtrichtung Leipzig vorgesehen, kündigt Wernicke an.

Wie berichtet, soll die A 72-Anschlussstelle Zwenkau in Form einer Raute angelegt werden (siehe Grafik). Die stark frequentierte B 2 wird während des Autobahnbaus als Zubringer in Richtung Süden verlegt, davor eine nördliche Umfahrung angelegt. „Auch dafür muss der Untergrund verbessert und eine bestehende Fernwärmeleitung geschützt werden“, so Wernicke. Diese vorbereitenden Arbeiten dauern voraussichtlich bis ins Jahr 2018. Die Terminkette für den eigentlichen Bau der A 72 in dem Bereich stehe noch nicht fest, so das Lasuv.

Von Ulrike Witt