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Markkleeberg Wärme für neues Wohngebiet soll aus dem Pösna-Park kommen
Region Markkleeberg Wärme für neues Wohngebiet soll aus dem Pösna-Park kommen
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14:30 20.11.2019
Auf den noch leeren Flächen wird in den nächsten Monaten der Generationenpark in Großpösna entstehen. Die Wärmeversorgung soll mittels eines Blockheizwerkes realisiert werden, das gegenüber im Pösna-Park errichtet wird. Quelle: André Kempner
Grosspösna

Die Bauherren im künftigen Großpösnaer „Generationenpark“ können sich eigene Heizungsanlagen für ihre Gebäude sparen. Denn das ganze Gebiet soll eine zentrale Nahwärmeversorgung erhalten. Wie das passieren soll, stellte am Montagabend im Gemeinderat Geschäftsführerin Amalia Lindt-Herrmann von der Kappis Projekt GmbH vor. Das Unternehmen hatte als Investor das Projekt gegenüber dem Pösna-Park auf den Weg gebracht und bereits ausführlich in dem Gremium vorgestellt. Auf der gut sechs Hektar großen Freifläche sollen zwischen Sepp-Verscht-Straße und Pflaumenallee für rund 50 Millionen Euro unter anderem 60 Service-Wohnungen, 21 Doppelbungalows, zwei Wohngemeinschaften mit je zwölf Plätzen sowie eine Tagespflege mit 15 Plätzen entstehen. Die Gemeinde baut hier außerdem eine neue Kindertagesstätte.

Ringleitung verteilt Wärme

Das heiße Wasser als Wärmequelle für all diese Gebäude soll in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem Gas-Spitzenlastkessel erzeugt werden. Betrieben werden soll die Anlage von der Leipziger Cenero Energy GmbH. Diese hätte nicht nur das wirtschaftlichste Angebot abgegeben, so Lindt-Herrmann, sondern würde auch Synergieeffekte mit dem Pösna-Park gegenüber ermöglichen. „Auch dort ist Cenero der Betreiber und plant dort ebenfalls die Umstellung auf ein BHKW. Wir möchten uns dort mit anschließen. Werden damit dann beide Gebiete versorgt, erlaubt diese Bündelung eine Kostenoptimierung“, erklärt die Geschäftsführerin. Deshalb werde man eine Kooperation mit dem Einkaufscenter eingehen. Klappt das, befindet sich das BHKW mit dem rund zwölf Meter hohen Schornstein ein ganzes Stück außerhalb des entstehenden Wohnquartiers, wodurch dort keine Emissionen entstehen. Selbst bei einem Eigentümerwechsel des Pösna-Parks bleibt das Blockheizkraftwerk im Eigentum der Cenero, erläuterte die Kappis-Vertreterin, sodass die Wärmeversorgung auch in diesem Falle gewährleistet sei. „Über unterirdische Leitungen im Ringverband wird jedes Grundstück angeschlossen. Dort sind die jeweiligen Gebäude mit Übergabestationen und Pufferspeichern ausgestattet. Ein Vertrag wird dann für 15 Jahre die Wärmeversorgung mit festen Preisen und einer Ausstiegsklausel für die Zeit danach regeln“, so Lindt-Herrmann.

Eigenes BHKW weiter möglich

Sollte es eines Tages aus unterschiedlichen Gründen zu Problemen bei der Fernwärmeversorgung kommen, würde kurzfristig ein Notfallplan greifen. Für eine langfristig Lösung aber werde ein circa 200 Quadratmeter großes Grundstück auf der Kappis-Fläche freigehalten. Dort könnte ein mögliches eigenes BHKW gebaut werden, sagte Lindt-Herrmann. Die jetzt geplante Leitung aus dem Pösna-Park führt dort vorbei, sodass dann relativ zügig umgebunden werden kann.

„Wir sind froh, dass wir jetzt auf diesem Stand sind und eine Entscheidung haben, wie die Wärmeversorgung in diesem Gebiet organisiert werden soll. Mit dem Pösna-Park haben wir seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit“, begrüßte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) die BHKW-Lösung. Was dann nach 15 Jahren passiere, sei offen. Dann sei die Versorgung vielleicht auch über eine Genossenschaft in der Gemeinde möglich, so Lantzsch.

Von Olaf Barth

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