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Markkleeberg Wasserwanderrastplatz am „Cossi“ nimmt Gestalt an
Region Markkleeberg Wasserwanderrastplatz am „Cossi“ nimmt Gestalt an
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06:01 08.03.2019
Der Rohbau steht, Dach und Fenster des neuen Servicegebäudes am künftigen Wasserwanderrastplatz am Cospudener See sitzen. Derzeit wird am Innenausbau und der Fassade gearbeitet. Quelle: Andre Kempner
Markkleeberg

Der Wasserwanderrastplatz für muskelbetriebene Boote, also Kanus, Kajaks und Ruderboote, am Cospudener See in Höhe des Rudolf-Hildebrand Gymnasiums nimmt Gestalt an. Er soll nicht nur den touristischen Gewässerverbund zwischen Leipzig und dem südlichen Leipziger Neuseenland attraktiver gestalten. Er soll auch Abhilfe bei „dringenden Bedürfnissen“ der Strandbesucher bringen.

Das Servicegebäude bekommt einen Imbiss mit Freisitz und in diesem Bereich dringend benötigte öffentliche Toiletten. Die Distanz zwischen den sanitären Anlagen am Nordstrand und in der „Weißen Villa“ ist vielen zu groß. Was als Folge in angrenzenden Gebüschen und Wald passiert, stinkt so manchem Passanten mächtig. Jetzt wird Abhilfe geschaffen. Noch wird nach einem Pächter gesucht, der die Bewirtschaftung und Betreuung übernimmt.

Im letzten Sommer haben die Bauarbeiten mit der äußeren Erschließung begonnen, dabei wurden Trinkwasser- und Abwasserleitungen verlegt. Gleichzeitig erstellte die Mitnetz Strom Leitungen.

Der Rohbau für das noch eingezäunte Gebäude ist bereits fertig, die Dachdecker haben ihr Werk vollendet. Auch die Fenster sind inzwischen eingebaut. Bereits Ende Februar haben die Arbeiten an der Fassade begonnen. In dieser Zeit startete auch der Innenausbau.

„Die Fertigstellung hängt nun von de Vergabe weiterer Baulose ab. Die Außenanlagen werden eigenständig ausgeschrieben“, erklärt Pressesprecher Daniel Kreusch. Probleme macht momentan die Vergabe des Stegbaus. Die Verwaltung hat die Vorlage Anfang der Woche im Technischen Ausschuss nach langen Diskussionen zurückgezogen. Grund ist der zu hohe Preis.

Die Kostenschätzung der Stadtverwaltung liegt bei 124 695,94 Euro. Die Ausschreibungsunterlagen sind von elf Firmen abgefordert worden, jedoch hat nur eine Firma ein Angebot abgegeben. Die Firma TBS Baugesellschaft mbH Fuchshain wollte den Auftrag für 180 234,21 Euro erfüllen. Das Angebot wurde als nicht wirtschaftlich eingeschätzt und daher mehrheitlich abgelehnt.

Als Folge dessen wurde die Ausschreibung aufgehoben. Lediglich vier der elf Firmen, die anfänglich die Unterlagen abgefordert hatten, konnten auf Nachfrage an der nun folgenden Freihändigen Vergabe beteiligt werden. Alle anderen Unternehmen bekundeten weiterhin keinerlei Interesse an dem Auftrag. „Von den vier aufgeforderten Unternehmen gaben schlussendlich drei ein Angebot ab, eines davon musste ausgeschlossen werden“ , so Kreusch. Die rechnerische Prüfung habe laut Planungsbüro ergeben, dass die Angebotspreise der verbleibenden Bieter teilweise erheblich über der Kostenschätzung liegen. Fazit des Technischen Ausschusses: Bei den vorliegenden Angeboten handelt es sich um in sich schlüssige und an die Marktlage angepasste Angebote. Das wirtschaftlichste stammt von der TBS Baugesellschaft mbH. Wie es nun in dieser Sache weitergeht, müsse verwaltungsintern besprochen werden, so Kreusch.

Die Landesdirektion Sachsen hatte bereits 2017 689 930 Euro Fördermittel, 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, bewilligt, die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 811 682 Euro.

Von Gislinde Redepenning

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