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Markkleeberg Immer mehr junge Familien zieht es nach Zwenkau
Region Markkleeberg Immer mehr junge Familien zieht es nach Zwenkau
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10:39 25.05.2019
Auf der Baustelle der Kita Wiesengrund im Pulvermühlenweg geht es voran. Quelle: Kempner
Zwenkau

Zur „voraussichtlich letzten Stadtratssitzung in dieser Runde“ begrüßte Bürgermeister Holger Schulz (CDU) am Donnerstag die Kommunalpolitiker aus Zwenkau. Auf der Tagesordnung standen bedeutende Themen, darunter die einstimmig beschlossene Fortschreibung des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts.

Axel Thomas von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH aus Dresden stellte die Erweiterung des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Östliche Innenstadt“ bis 2025 vor. Schon 2011 wurden Zwenkau Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost bewilligt. Auf dieser Grundlage ist viel passiert: Private Wohngebäude wurden energetisch saniert, die alte Schulsporthalle wurde abgerissen, die Friedhofsmauer in der Pestalozzistraße saniert, im Schulzentrum entstanden neue Räume für die Schulspeisung und auch das Kulturkino profitierte. Aktuell sichtbar: der grundhafte Ausbau der Hugo-Haase-Straße.

Stadt erweitert Umbaugebiet

2017 kam vom Sächsischen Innenministerium (SMI) das Angebot, Konzepte, das Gebiet und den Durchführungszeitraum zu überprüfen. „Das sollte man nicht ausschlagen“, betonte Thomas. Die Stadt hat daraufhin das Umbaugebiet auf 72 Hektar erweitert und zahlreiche zusätzliche Maßnahmen initiiert. Das SMI gab Anfang 2018 grünes Licht für das eingereichte Grobkonzept.

Was Zwenkau förderfähig mache, seien sowohl die Lage am Rand des Ballungszentrums Leipzig als auch die demografische Entwicklung, erklärte Thomas. Die Einwohnerzahl nehme überdurchschnittlich zu. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen steige durch den Zuzug junger Familien, auch die Älteren würden mehr, dagegen sinke der Anteil der produktiv Tätigen. Auf der langen Liste der Entwicklungsziele stehen unter anderem der Neubau eines Schulkomplexes, die Einrichtung eines Oberschulstandortes, die funktionale Weiterentwicklung des Quartiers, die Aktivierung bestehender Altbauten für alters- und familiengerechtes Wohnen sowie die Umsetzung einer optimierten Verkehrsführung. Auch die Sanierung des Bauhofs und die Umnutzung der ehemaligen Poliklinik für soziale Aufgaben, vorzugsweise für Kinderbetreuung, sind angedacht.

Soziale Einrichtungen zur Betreuung und Ausbildung, aber auch Freizeitangebote, müssten an diese Entwicklungen angepasst werden. Vor allem entlang der Verkehrsachsen Leipziger- und Bahnhofsstraße gilt es, bei Wohnungsleerständen von sieben Prozent und Gewerbeleerständen von 21 Prozent Lücken zu schließen. Auch in erschlossenen Siedlungsbereichen gibt es noch einen zu hohen Anteil an Brach- und Freiflächen.

Der geschätzte Gesamtaufwand beläuft sich auf rund 13,36 Millionen Euro, eine Priorisierung sei, so Thomas, noch erforderlich. Der beantragte Förderrahmen von 2011 bis 2025 beträgt insgesamt 8,5 Millionen Euro, davon kommen 5,69 Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Programm.

Baustart für Kita Wiesengrund

Einstimmig genehmigt wurde die Vergabe von Leistungen für den Innenausbau der neuen Kita Wiesengrund. Die Firma Wehrfritz aus Bad Rodach bietet Möblierung und Ausstattung von sozialen Einrichtungen an und ist mit ihrem Angebot von rund 83 000 Euro noch unter der Kostenschätzung von knapp 105 000 Euro geblieben. Für einige andere Bereiche, wie Heizung und sanitäre Anlagen, gibt es noch keine Offerten. „Wir haben auf unsere Ausschreibung keinerlei Reaktion erhalten“, sagte der Bürgermeister. Die Angebote für den Trockenbau hätten die erwarteten Kosten um mehr als 80 Prozent überschritten. „Das ist nicht vertretbar, das Thema wird den Stadtrat noch längere Zeit beschäftigen“, so Schulz.

Von Gislinde Redepenning

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