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Markkleeberg Zwenkau: „Staus in Stoßzeiten sind programmiert“
Region Markkleeberg Zwenkau: „Staus in Stoßzeiten sind programmiert“
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07:31 12.09.2019
Die Kreuzung Großdeubener Weg/ Goethestraße wird von Autofahrern gerne schnittig genommen. Ein Mini-Kreisel gebietet Rasern bald Einhalt. Quelle: Kempner
Zwenkau

Der geplante Ausbau des Großdeubener Weges als Zufahrtsstraße zum künftigen Wohngebiet Harthweide erhitzt die Gemüter der Anlieger nach wie vor. Das musste auch Bauamtsleiterin Steffi Gebauer am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben feststellen. Sie stellte sich dem Kreuzfeuer der Kritik – und erntete im voll besetzten Ratssaal am Ende respektvollen Applaus für ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen.

Anwohner befürchten zu hohes Verkehrsaufkommen

In der Sache blieb jedoch eine große Unzufriedenheit bei den Anliegern zurück. Am Knotenpunkt Goethestraße/ Großdeubener Weg/ Max-Sauersteinstraße soll ein Kreisverkehr entstehen. Neben dem grundhaften Straßenausbau auf einer Länge von rund 460 Metern in Richtung See werden Gehwege, Straßenentwässerung und -beleuchtung sowie die vorhandene Abwasserkanalisation instandgesetzt beziehungsweise neu errichtet. Bäume und Begleitgrün sind im Plan, ebenso Leerrohre für den Breitbandausbau. Am See mündet der Großdeubener Weg in einen geplanten Bootsanleger. Bei einer Straßenbreite von 5,50 Metern befürchteten die Anwohner Staus und Behinderungen, insbesondere in Stoßzeiten und vor der geplanten Kita. Das sei allein wegen parkender Autos programmiert, war sich das Publikum einig. Busse kämen nicht durch, Zweiräder bildeten im laufenden Verkehr Hindernisse.

Baustart mit Mini-Kreisverkehr

Die Bauarbeiten beginnen mit dem Erstellen eines Mini-Kreisverkehrs an der Kreuzung Goethestraße/ Großdeubener Weg/ Max-Sauerstein-Straße. Damit wolle man Rasern das Leben schwer zu machen, erläuterte Ulf Scheurer von der Planungsgesellschaft Scholz und Lewis. Im Kreuzungsbereich sind zudem drei Querungshilfen in der Goethestraße sowie im Großdeubener Weg vorgesehen. Die Insel in der Mitte wird von Bussen und Lastkraftwagen wegen des engen Radius überfahrbar sein, bei Pkw-Fahrern setzt man auf die Vernunft und das Gebot, die vorgegebene Fahrspur zu halten. Zusätzliche Karos im Asphalt sollen in den Einmündungsbereichen schnelle Autofahrer visuell abbremsen.

Die Gehwege werden, je nach Lage der Grundstücke, zwischen 1,75 und 2,20 Meter breit. Damit sind sie zu schmal für eine gemeinsame Nutzung mit Fahrradfahrern. Die würden bei der Planung gar nicht berücksichtigt, wurde bemängelt.

„Radfahrer werden ausgeblendet“

Zwenkau hat das Ziel, die einzige radspurfreie Stadt im Umkreis zu werden“, wurde der ehemalige Bürgermeister Herbert Ehme noch deutlicher. „Ich bin viel dem Rad unterwegs, es gibt immer mehr Radfahrer, und E-Bikes boomen.“ Das blende man vollkommen aus. Man wolle Touristen aus dem Umland mit dem Rad zum See locken, doch schaffe man dafür keine Möglichkeiten. Man hätte die Bereiche der beidseitigen Gehwege und der Straße anders aufteilen müssen, so seine Meinung. Das sei alles eine Frage des mangelndes Platzangebots, erwiderten Scheurer und Gebauer. Die Bedingungen gäben das einfach nicht her. Eine im Rahmen des mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten Verkehrskonzepts vorgesehene Einbahnstraßenvariante stand nicht mehr zur Debatte. Man wolle den Hinweis auf Anregung aus der Bevölkerung jedoch aufnehmen und neu überdenken, so Gebauer.

Im Oktober soll vom künftigen Kreisverkehr aus mit den Bauarbeiten begonnen werden. Man wolle so schnell wie möglich im Bereich der Bestandsbauten fertig werden, betonte die Bauamtsleiterin. Bis voraussichtlich April 2021 sei das gesamte Vorhaben beendet, so Scheurer.

Von Gislinde Redepenning

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