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Markkleeberg Zwenkau bekommt zum zweiten Mal Fördermittel für die „Östliche Innenstadt“
Region Markkleeberg Zwenkau bekommt zum zweiten Mal Fördermittel für die „Östliche Innenstadt“
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09:01 27.06.2019
Dank des Fördermittelbescheides, den Günther Schneider (vierter von rechts) vorbeibrachte, geht es in Zwenkau mit dem Stadtumbau weiter. Quelle: Gislinde Redepenning
Zwenkau

Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hat am Mittwoch von Innenstaatssekretär Günther Schneider einen Fördermittelbescheid aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro bekommen. Ort der Übergabe war das Schulzentrum Pestalozzistraße, das bereits vom ersten Bescheid für das Programm profitierte und unter anderem mit einer neuen Schulmensa ausgestattet wurde.

Vorzeigeprojekt Schulzentrum

„Unser Vorzeigeobjekt, das von 2013 bis 2016 sanierte Schulzentrum, ist viel zu klein geworden, weil sich Zwenkau rasant entwickelt“, erklärte Schulz. „Unser Fokus liegt sehr scharf auf einem neuen Campus mit einer weiterführenden Schule.“ Mit 9500 Einwohnern müsse Zwenkau die Aufgaben einer Kommune mit 15 000 Einwohnern bewältigen, das sei keine leichte Aufgabe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung. Mit den Fördermitteln könne man darangehen, die Aufgaben, die man sich gestellt habe, im Zeitplan erfüllen.

Das Leipziger Neuseenland sei längst nicht mehr nur ein an Wochenenden beliebtes Naherholungsgebiet vor den Toren der Messestadt, sondern ziehe die Menschen mittlerweile dauerhaft an, sagte Schneider. „Junge Familien entdecken Zwenkau als Wohnort mit hoher Lebensqualität für sich“, so der Innenstaatssekretär. „Dieser positiven Entwicklung inklusive einer damit einhergehenden Nachfrage nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten tragen wir mit dem ‚Stadtumbau‘-Programm gerne Rechnung.“ Auch Sachsen sei auf Wachstumskurs, die ursprünglich auf Abwanderung basierenden Parameter hätten sich umgedreht. Das erfordere eine angepasste Infrastruktur, auch im ländlichen Raum.

Bauhof wird saniert

Die Fördermittel kommen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Östliche Innenstadt“ zugute und fließen beispielsweise in den Neubau der Kindertagesstätte Großdeubener Weg, in die Sanierung des Bauhofes Leipziger Straße und in die Umnutzung der ehemaligen Poliklinik zu einem Hort.

Schon 2011 sind Zwenkau aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost drei Millionen Euro bewilligt worden. Auf dieser Grundlage ist viel passiert: Private Wohngebäude wurden energetisch saniert, die alte Schulsporthalle wurde abgerissen, die Friedhofsmauer in der Pestalozzistraße saniert, das Kulturkino profitierte, die Arthur-Mahler- und die Hugo-Haase-Straße wurden grundhaft ausgebaut.

Fördergebiet wurde erweitert

2017 kam vom Sächsischen Innenministerium (SMI) das Angebot, Konzepte, das Gebiet und den Durchführungszeitraum zu überprüfen. „Das sollte man nicht ausschlagen“, hatte Stadtplaner Axel Thomas von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH aus Dresden kürzlich im Rahmen einer Stadtratssitzung betont, als er die Erweiterung des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Östliche Innenstadt“ als „Standort sozialer Infrastruktur“ bis 2025 mit zahlreichen Maßnahmen vorstellte, über deren Priorisierung man noch befinden müsse. Ganz zu Recht, denn mit dem zweiten Fördermittelbescheid können jetzt zusätzliche Maßnahmen in einem deutlich erweiterten Gebiet in Angriff genommen werden.

Von Gislinde Redepenning

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