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Markranstädt Atemwegserkrankungen nehmen im Landkreis Leipzig zu
Region Markranstädt Atemwegserkrankungen nehmen im Landkreis Leipzig zu
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15:00 05.06.2019
Der Krankenstand im Landkreis Leipzig betrug im Jahr 2018 5,6 Prozent. Damit gab es keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Die Grippewelle machte den Menschen im Landkreis Leipzig 2018 zu schaffen. Bei den Atemwegserkrankungen wurde ein deutlicher Anstieg um 32 Fehltage auf 100 Beschäftigte im Vergleich zum Vorjahr registriert. Das geht aus Zahlen der Barmer hervor, die die Krankenkasse jetzt vorlegte.

Die Landkreis-Bewohner waren länger krank als der Bundesschnitt. Bundesweit waren an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1000 Beschäftigten 48 arbeitsunfähig, im Landkreis Leipzig waren es 56. Im Durchschnitt fehlten Beschäftigte im Kreis 1,5 Mal im Jahr.

Der Krankenstand sei mit 5,6 Prozent zwischen Thallwitz und Geithain gleichgeblieben. Im Sachsen-Maßstab ordnet sich der Landkreis Leipzig damit erneut im Mittelfeld ein. Während die Dresdner am gesündesten sind (4,7 Prozent), schlagen sich die Nordsachsen am häufigsten mit Erkrankungen herum (6,2 Prozent).

Fehltage wegen Rückenbeschwerden haben abgenommen

„Die Fehltage aufgrund von Rückenbeschwerden und bei psychischen Erkrankungen haben abgenommen. Diese Entwicklung freut uns sehr“, wird Sirko Mielcarek, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Leipzig, zitiert. Insgesamt kam es in Sachsen 2018 im Vergleich zum Vorjahr zu einem merklichen Anstieg der Fehlzeiten.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Krankenkasse nach aktuellen Auswertungen der Versicherten-Daten. Hauptursache dafür war die ausgeprägte Grippe- und Erkältungswelle, die zu Beginn 2018 viele ins Bett zwang.

Positiv sei der Rückgang an psychischen Beschwerden in der Region. Quelle: dpa

Positiv sei der Rückgang an psychischen Beschwerden in der Region. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Landkreis je 100 Beschäftigten sieben Fehltage weniger registriert. Ebenfalls eine abnehmende Tendenz zeigt sich bei Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems.

Maßnahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung erfolgreich

Im Vergleich zum Vorjahr fielen hier zehn Fehltage weniger an. „Die Maßnahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung scheinen zu wirken. Das Bewusstsein eines jeden Einzelnen, mehr Bewegung in den persönlichen Alltag zu integrieren und achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen, wächst“, so Mielcarek.

„Die Sensibilität in den Unternehmen für psychische Erkrankungen der Beschäftigten muss dennoch im Fokus bleiben. Wenn Führungskräfte auf Verhaltensauffälligkeiten achten, kann ein frühzeitiges und einfühlsames Gespräch dafür sorgen, dass schnell geholfen werden kann“, so Mielcarek weiter.

Die Barmer hat zusammen mit dem Dachverband Gemeindepsychiatrie den Ratgeber „Psychische Erkrankung am Arbeitsplatz“ entwickelt. Dieser umfasst unter anderem Hintergrundinformationen zur psychischen Gesundheit, einen Überblick über die häufigsten Krankheitsbilder, Tipps für Mitarbeitergespräche und Informationen zu Hilfsangeboten.

Von lvz

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