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Markranstädt Freie Wähler im Landkreis Leipzig stellen vier Kandidaten auf
Region Markranstädt Freie Wähler im Landkreis Leipzig stellen vier Kandidaten auf
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10:00 08.05.2019
Werbeplakat der Freien Wähler in Sachsen. Quelle: Daniel Förster
Landkreis Leipzig

Die Freien Wähler haben ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl am 1. September aufgestellt. Wie Jens Spiske, Kreisvorsitzender der Freien Wähler, bekannt gab, fiel die Entscheidung kürzlich bei einer Zusammenkunft in Markranstädt. Nominiert wurden Bewerber für alle vier Wahlkreise.

Bewerber für alle vier Wahlkreise im Landkreis Leipzig

Matthias Schmiedel. Quelle: LVZ

Im Wahlkreis 23 (Borna, Frohburg, Geithain, Kitzscher, Neukieritzsch, Regis-Breitingen, Rötha) tritt der Bad Lausicker Falk Noack für die Freien Wähler an. Im Wahlkreis 24 (Böhlen, Elstertrebnitz, Groitzsch, Markkleeberg, Markranstädt, Pegau, Zwenkau) kandidiert Heike Oehlert aus Zwenkau. Für den Wahlkreis 25 (Bad Lausick, Belgershain, Colditz, Grimma, Großpösna, Naunhof, Otterwisch, Parthenstein) stellte die Bürgerbewegung den Colditzer Matthias Schmiedel und für den Wahlkreis 26 (Bennewitz, Borsdorf, Brandis, Lossatal, Machern, Thallwitz, Trebsen, Wurzen) den Brandiser Andreas Dietze als Kandidaten auf. In allen vier Fällen sei dem Vorschlag des Kreisvorstandes gefolgt worden, hieß es.

Freie Wähler setzen auf erfahrene Kommunalpolitiker

Heike Oehlert, Direktkandidatin der Freien Wähler für die Landtagswahl am 1. September 2019. Quelle: privat

„Mit diesen kommunalpolitisch erfahrenen und in ihrer Region tief verwurzelten Kandidaten haben wir eine gute Chance, die Direktmandate für uns zu gewinnen“, wird die stellvertretende Vorsitzende der Kreisvereinigung Karin Keil zitiert.

Und Kreisvorsitzender Jens Spiske, im Hauptberuf Bürgermeister von Markranstädt, gibt zu Protokoll: „Durch die gewählten Kandidaten beweisen die Freien Wähler einmal mehr, dass sie keiner Ideologie folgen oder nur ,Parteisoldaten’ für eine Kandidatur infrage kommen.“ Nur eine Kandidatin der Kreisvereinigung, Heike Oehlert, sei Mitglied der Bundesvereinigung der Freien Wähler, alle anderen seien bewusst parteilos beziehungsweise hätten sich in der Vergangenheit in anderen Parteien engagiert.

Ex-Bürgermeister von Colditz und Brandis streben in die Landespolitik

Andreas Dietze. Quelle: Simone Prenzel

Mit Matthias Schmiedel und Andreas Dietze setzen die Freien Wähler auf zwei erfahrene Kommunalpolitiker. Die ehemaligen Stadtoberhäupter von Colditz und Brandis gelten als alte Hasen. Dietze hatte in der vergangenen Legislaturperiode für die CDU im Kreistag gesessen, war dort als Parteiloser sogar stellvertretender Fraktionschef. „80 Prozent der Leute fühlen sich nicht mehr vertreten“, hatte der 60-Jährige bereits kurz nach Bekanntgabe seiner Kandidatur zu Protokoll gegeben. Für die Freien Wähler wolle er seine Erfahrungen aus 22 Jahren Kommunalpolitik in die Waagschale werfen, so der Beuchaer. Schmiedel will vor allem etwas gegen die überbordende Bürokratie und die teilweise Ignoranz lokaler Probleme durch die Landesregierung tun. Eine der Hauptforderungen des 61-Jährigen: kostenfreie Kita-Plätze – finanziert durch den Freistaat.

Kandidatin Heike Oehlert – Baujahr 1965 – wohnt in Zwenkau, ist hier seit 2004 Stadträtin und aktuell Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. „Es wird Zeit, dass wir sach- und fachgerecht die Zukunft planen und aufhören, uns alles schönzureden“, gibt die Leiterin eines Pflegedienstes bezüglich ihrer Ambitionen Auskunft.

Falk Noack. Quelle: Dominique Seefeldt

Falk Noack schließlich ist der Vierte im Bunde. Kommunalpolitisch trat der 44-Jährige als Kandidat der Alternative für Deutschland bei der Bürgermeisterwahl 2015 in Bad Lausick in Erscheinung. Anfang 2019 erklärte er seinen Austritt aus der AfD. Noack ist Geschäftsführer einer Versicherungsvermittlung und ehrenamtlich im Ortschaftsrat des Bad Lausicker Ortsteils Steinbach aktiv. Sein Anliegen, für das er sich im Landtag einsetzen würde: „Das kommunale Selbstbestimmungs- und Selbstverwaltungsrecht muss wiederbelebt werden.“

Für Kreischef Jens Spiske stehen die Bewerber für Veränderung und eine Politik mit Herz und Verstand. „Eine gute Idee bleibt eine gute Idee, egal wer sie hat“, erklärt der Markranstädter, der zugleich stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler auf Landesebene ist. „Wir haben keine Berührungsängste und reden mit jedem, der Lösungen und Ideen für die Herausforderungen in Sachsen entwickelt.“ Dabei spiele das alte Schubladendenken, das die Lager in rechts und links teilt, keine Rolle mehr und sei vollkommen überholt, ist Spiske überzeugt und fügt hinzu: „Nicht verhandelbar ist die tiefe Verwurzelung und das unbedingte Anerkennen unseres demokratischen Systems. Antidemokraten dulden wir nicht!“

Von Simone Prenzel

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