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Markranstädt Landkreis Leipzig: Polizei erfasst weniger Straftaten
Region Markranstädt Landkreis Leipzig: Polizei erfasst weniger Straftaten
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11:31 17.04.2019
Die Polizei stellt einmal jährlich ihre Kriminalstatistik vor. Quelle: Tilo Wallrodt
Landkreis Leipzig

Weniger Kriminalität: Die Zahl der registrierten Straftaten im Landkreis Leipzig ist im vorigen Jahr erneut gesunken. In der Region zwischen Wurzen, Grimma, Borna und Geithain wurden 14 180 Fälle und damit 2,2 Prozent weniger als 2017 erfasst. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Kriminalitätsstatistik der Polizeidirektion Leipzig hervor. Stolz sind die Ordnungshüter auch darauf, dass mehr Delikte geahndet werden konnten: Die Aufklärungsquote stieg auf 55,7 Prozent und liegt damit 1,5 Prozentpunkte höher als noch 2017.

Die meisten Straftaten sind Diebstähle

Zu schaffen machen den Gesetzeshütern vor allem Diebstähle. Ihr Anteil an den Straftaten beträgt weiterhin deutlich über 40 Prozent. Der Direktionsbezirk Leipzig bleibt dabei eine Hochburg der Fahrraddiebe: Auch im Landkreis hatten es Langfinger am häufigsten auf Drahtesel abgesehen (968 Fälle gegenüber 987 im Vorjahr). Rückläufig sind die Zahlen bei Ladendiebstählen (von 192 auf 165), dem Klau auf Baustellen (von 192 auf 165) sowie Einbrüchen in Kioske und Geschäfte (von 875 auf 732). Auch die registrierten Mopeddiebstähle sanken von 124 auf 99.

Hochburg des Fahrradklaus

In Kellerräume oder Böden stiegen hingegen deutlich mehr Täter ein. Hier erhöhte sich die Zahl von 608 auf 720 Fälle. Die Zahl der Wohnungseinbrüche wiederum nahm ab – von 564 auf 413 Delikte. Beim Autoklau wird erstmals seit Jahren wieder eine rückläufige Tendenz vermeldet. Im Landkreis verschwanden im Vorjahr 94 Fahrzeuge auf Nimmerwiedersehen. Im Jahr 2017 waren noch 141 Karossen abhanden gekommen. Sehen lassen kann sich auch die Aufklärungsquote. Demnach wurde fast jeder zweite Autodieb erwischt. Auch der Diebstahl aus Kfz ging zurück.

Mehr Vergewaltigungen, mehr sexuelle Nötigung

Massiv erhöht haben sich die Fallzahlen bei Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung. Wurden 2017 noch 112 Fälle bekannt, schnellte die Zahl mittlerweile auf 178 empor. Eine Vergleichbarkeit sei aber nur bedingt gegeben, da sich die Gesetzeslage geändert habe, so die Beamten. Aufhorchen lässt ebenso die Entwicklung bei den Straftaten gegen das Leben (Mord, Totschlag, fahrlässige Tötung). Deren Zahl hat sich von vier auf neun mehr als verdoppelt, inklusive zweier Morde. Zur Gewaltkriminalität zählen auch Körperverletzung und Raub. Hier weist die Statistik ebenfalls eine leicht steigende Tendenz auf. Auch Stalking-Fälle nahmen zu – von 54 auf 62.

Drogenmissbrauch nimmt zu

Dem sachsenweiten Vormarsch illegaler Drogen kann sich auch der Landkreis Leipzig nicht entziehen. Die Delikte stiegen auf einen Rekordwert von 438 Fällen im Vergleich zu 365 im Vorjahr. Bei Kontrollen wurden hauptsächlich Cannabis (235 Fälle) und Metamphetamin (133) festgestellt. Im Bereich der Polizeidirektion Leipzig, zu der die Stadt Leipzig und die Landkreise Leipzig und Nordsachsen gehören, starben zehn Menschen an illegalen Drogen.

Von Simone Prenzel

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