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Markranstädt Landkreis Leipzig treibt Digitalisierung voran
Region Markranstädt Landkreis Leipzig treibt Digitalisierung voran
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11:41 23.10.2019
Der Weg zum papierlosen Büro ist für die Kreisbehörde derzeit noch mit Bergen von Akten gepflastert. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Die Kreisbehörde stellt sich den Herausforderungen der Digitalisierung. Dabei gelte es, sich als moderner Dienstleister zu profilieren und Verwaltungsprozesse künftig elektronisch abzubilden, erklärt Gerald Lehne, Erster Beigeordneter des Landkreises. Ausdruck dessen ist unter anderem die Bildung einer Stabsstelle Digitalisierung. Die gesetzlichen Pflöcke seien mit dem Online-Zugangsgesetz eingeschlagen worden, erinnert Lehne.

„Künftig wird es immer wichtiger, den Bürgern Verwaltungsleistungen online anzubieten.“ Dazu bedürfe es der elektronischen Aktenführung als auch der digitalen Bearbeitung von Vorgängen. „In einigen Bereichen wie der Bauverwaltung oder dem Umweltamt arbeiten wir schon länger mit der E-Akte.“ Aufgabe der Stabsstelle werde es sein, diese digitale Aktenführung im gesamten Haus voranzubringen. Bereits seit längerem ist ein elektronisches Dokumentenmanagement-System im Einsatz. Ziel sei es, schrittweise ein papierloses Arbeiten zu erreichen.

Anna-Luise Conrad leitet Stabsstelle

Die neue Stabsstelle ist dem Ersten Beigeordneten direkt zugeordnet. Nach einer hausinternen Ausschreibung wurde Anna-Luise Conrad mit der Aufgabe b

Anna-Luise Conrad Quelle: Thomas Kube

etraut.

Nunmehr gehe es darum, die einzelnen Themen aus den Fachbereichen zu bündeln und die Beschäftigten eng einzubinden, erklärt Lehne. Die Stabsstelle soll die verschiedenen Akteure innerhalb der Behörde – Datenschutzbeauftragte, Informatiker oder Verwaltungsmitarbeiter – zusammenbringen. „Wir wollen Handlungsfelder definieren. Dabei werden wir nicht umhin kommen, Prozesse in den Ämtern auf den Prüfstand zu stellen.“ Lehne verspricht sich wie die gesamte Hausspitze viel davon, Routinearbeiten künftig zu automatisieren. Damit gewinnen die Mitarbeiter mehr Zeit, sich komplexen Themen zu widmen.

Digitalisierung schafft Freiraum für Bürgerservice

„Die Digitalisierung verstehen wir als Schlüssel, um unseren Service für die Bürger zu verbessern.“ Die sei auch ein besonders Anliegen von Landrat Henry Graichen (CDU), unterstreicht der Beigeordnete. Was nicht bedeutet, dass künftig alles komplett digital abläuft. „Insbesondere für ältere Bürger wird es wichtig sein, dass wir auch weiterhin bestimmte Leistungen in der klassischen Form anbieten.“

Am weitesten fortgeschritten sind die Bemühungen bereits im Bauordnungsamt. In diesem Bereich ist der Landkreis federführend an einem sachsenweiten Pilotprojekt zur Einführung der digitalen Bauakte beteiligt. Eingehende Post wird gescannt, der jeweiligen digitalen Akte zugeordnet und darin gespeichert. Anschließend können die zuständigen Mitarbeiter zu jeder Zeit und von unterschiedlichen Standorten aus darauf zugreifen.

Neue Bauordnung für elektronische Akte

Durch die elektronische Aktenführung sollen sich die klassischen Papierberge schrittweise verringern. Derzeit ist die Bauverwaltung allerdings noch zur Hybridakte verdammt. „Es muss mit beidem hantiert werden: E-Akte plus Papierakte.“ Denn nicht nur der Landkreis, auch der Freistaat muss noch etliche Hausaufgaben machen, um die gesetzlichen Voraussetzungen fürs papierlose Büro zu schaffen. Im konkreten Fall, so Lehne, müsse die Sächsische Bauordnung geändert werden.

Von Simone Prenzel

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