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Markranstädt Markkleebergs neue Mitte: Wasserspiele sprudeln auf dem neuen Bahnhofsvorplatz
Region Markranstädt Markkleebergs neue Mitte: Wasserspiele sprudeln auf dem neuen Bahnhofsvorplatz
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16:22 05.06.2019
Die sprudelnden Wasserspiele auf dem Bahnhofsvorplatz sind nicht nur ein Hingucker, sie begeistern kleine und große Markkleeberger. Quelle: Gislinde Redepenning
Markkleeberg

Nach rund zwölf Monaten Bauzeit hat Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) im Beisein beteiligter Vertreter der Stadtverwaltung und zahlreicher Markkleebergerinnen und Markkleeberger den ersten Bauabschnitt der „Neuen Mitte“ offiziell übergeben. Dazu gehören die Rathausstraße zwischen Haupt- und Friedrich-Ebert-Straße, der künftige Kunstwinkel sowie der Bahnhofsvorplatz.

Markkleeberger gestalten mit

„Von der Idee, das Stadtzentrum neu zu gestalten, bis zur Umsetzung hat es lange gedauert“, erinnert der OBM. Man habe versucht, so viele Markkleeberger wie möglich ins Boot zu holen. Auch 14 Planungsbüros haben sich im Rahmen eines Ideenwettbewerbs beteiligt und im November 2016 ihre Entwürfe vorgestellt. Sieger wurde das Büro Querfeld Eins – Landschaft, Städtebau, Architektur aus Dresden. In die Gestaltung sind auch die Ideen aus Reihen der Bevölkerung eingeflossen. „Manche Vorschläge waren nicht lösbar, andere wurden umgesetzt und eingeplant“, so Schütze. Der Kompromiss sei nun zu sehen.

OBM Karsten Schütze und Ulrich Meyer (von links) von den Leipziger Wasserwerken stoßen mit Selters statt Sekt aus dem neuen Trinkbrunnen auf dem Südstraßenvorplatz an. Quelle: Gislinde Redepenning

Die Rathausstraße hat breitere Bürgersteige bekommen. Die Händler können ihre Ware besser präsentieren, der Döner-Imbiss hat nun Platz für einen kleinen Freisitz. Der Trinkwasserbrunnen am Südstraßenplatz, dem künftigen Kunstwinkel, war erster Treffpunkt. Ganz so einfach ist die Handhabung nicht. „Hinten drücken, vorne trinken“, schmunzelte Schütze, als er nach dem Umrunden der Säule den Knopf entdeckt hatte, der das Wasser zum Sprudeln bringt. Ulrich Meyer, technischer Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke, die den Brunnen gestiftet haben, versprach eine hohe Wasserqualität, die regelmäßig geprüft werde. Zum Beweis stieß er mit frisch gezapftem kühlen Nass mit dem Oberbürgermeister an. Die neue Regenwasserleitung in der Rathausstraße bringe, so Schütze, einen weiteren Vorteil: Überflutungen im Bereich der Senke unter der Eisenbahnbrücke, wie sie bei Starkregen regelmäßig aufgetreten sind, gehörten jetzt der Vergangenheit an.

Innenstadt wird belebt

„Ich freue mich, dass der Bahnhofsvorplatz vom ersten Tag des Entfernen der Absperrungen an so gut angenommen wurde“, bemerkte Schütze beim Rundgang zwischen Wasserspiel, Leuchtskulptur und schattigem Freisitz. Den „Markkleebergern mit kritischem Blick“, die auf dem Platz „zu viel Beton und zu wenig Grün“ ausmachen, hielt er entgegen, es sei durchweg Naturstein verarbeitet worden. „Hier ist immer was los. Die Erwachsenen sitzen auf den Bänken, die Kinder toben rund ums Wasserspiel. Unser oberstes Ziel, die Belebung der Innenstadt, ist geglückt“, betonte Schütze.

Tina de Bernardo vom Tiefbauamt verschwindet im Untergrund. Unter einer mächtigen Platte ist die Technik versteckt, die das Nass für die Wasserspiele sprudeln lässt. Anne Schmidt von der Stadtverwaltung hält das Geschehen im Bild fest. Quelle: Gislinde Redepenning

Demnächst bekommt die Bushaltestelle noch einen großen, modernen Fahrgastunterstand. Außerdem wird eine Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten angebracht.

Insgesamt kosten die Maßnahmen 2,6 Millionen Euro. Fördermittel in Höhe von 640 000 Euro hatte Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, persönlich vorbeigebracht. Dazu kamen aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ knapp 700 000 Euro für den Bahnhofsvorplatz und 210 000 Euro für den Südstraßenplatz. Die Leipziger Wasserwerke haben für ihren Leitungsbau 319 000 Euro investiert, davon wurden 159 000 Euro gefördert.

Von Gislinde Redepenning

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