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Markranstädt Markranstädt: Der Stadtmöbel-Streit geht in die nächste Runde
Region Markranstädt Markranstädt: Der Stadtmöbel-Streit geht in die nächste Runde
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07:31 28.08.2019
Unbekannte haben in Markranstädt erneut die Bänke gedreht. Quelle: Rainer Küster
Markranstädt

Sie haben es wieder getan: Zum dritten Mal haben Unbekannte in Markranstädt die Bänke gedreht. An einen einfachen Scherz glaubt kaum noch einer. Vielmehr wird auf den Straßen und Rathausfluren gemunkelt, es könne sich um eine Aktion handeln, die den Streit um die Stadtmöbel in der Leipziger Straße auf die Schippe nimmt.

Zusammenhang mit Stadtmöbeln nicht ausgeschlossen

Auch Kirsten Geppert, die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Stadtrat, hält einen Zusammenhang nicht für ausgeschlossen. Ihr und ihrem Mann Henri gehört das Grundstück in der Leipziger Straße 20, vor das ein Tisch und zwei Bänke montiert werden sollen. Wie berichtet, wehren sich die beiden seit mehr als einem Jahr gegen den Aufbau. Als das Thema im Juli wieder einmal im Stadtrat angesprochen und die LVZ berichtet hatte, kam Schwung in die Sache. Binnen kurzer Zeit wurde den Gepperts via E-Mail von Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) mitgeteilt, dass die Stadtmöbel nun vor ihrem Grundstück aufgestellt werden. Ein entsprechender Bescheid ging am 2. August raus.

Eigentümer der Fläche legen gegen Möbel Widerspruch ein

Allerdings stehen die Bänke nebst Tisch immer noch nicht. Stattdessen hat das Ehepaar Geppert Widerspruch eingelegt. „Es gibt andere Rechtssprechungen bei diesem Thema“, erklärt Kirsten Geppert. Konkret geht es dabei um das Zugriffsrecht auf den Fußweg vor dem Grundstück. Eigentümer der Fläche sind Gepperts. Da es sich um ein öffentliches Areal handelt, das auch öffentlich genutzt wird, liege das Zugriffsrecht bei der Stadt, argumentiert das Rathaus. „Ich hoffe, dass die Stadt unsere Argumentation prüft und sich das Ganze dann schon erledigt hat“, so Kirsten Geppert. Falls nicht, werde es wohl auf einen Rechtsstreit hinauslaufen.

Wahlkampfaktion sei „frech“

Die Wahlkampf-Aktion der Mitglieder der CDU, die vor gut zwei Wochen auf Möbeln vor dem Geschäft der Gepperts Platz genommen hatten, hält die Stadträtin für „frech“. „Ich frage mich vor allem, wer in der Stadtverwaltung so etwas genehmigt“, sagt sie. „Immerhin haben die Leute den kompletten Fußweg blockiert.“ Sie bekomme von vielen Leuten aus Markranstädt und Leipzig aufmunternde Worte, an ihrem Widerstand festzuhalten. „Es gibt eben auch Menschen, die diese Bänke an dieser Stelle nicht wollen“, so Geppert.

Kaufangebot noch nicht unterbreitet

Etwas weiter vorn, vor dem Blumenladen in der Leipziger Straße steht bereits eine Bank-Tisch-Kombination, wie sie auch vor dem Grundstück der Gepperts geplant ist. Die Stadtverwaltung bestätigt den Eingang des Widerspruchs. „Dieser hat aufschiebende Wirkung, deshalb wurden die Möbel bisher auch nicht aufgebaut“, heißt es auf Anfrage der LVZ aus dem Rathaus. Ein Kaufangebot für die Fläche vor dem Grundstück habe die Stadt unterdessen noch nicht unterbreitet. Das war bereits von Bürgermeister Spiske angekündigt worden.

Von Linda Polenz

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