Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Markranstädt: Vandalismus ist schlimme Normalität – vor allem am Kulkwitzer See
Region Markranstädt Markranstädt: Vandalismus ist schlimme Normalität – vor allem am Kulkwitzer See
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:01 12.09.2019
An der Strandpromenade des Kulkwitzer Sees gehören Vandalismus und Graffiti seit Jahren zur Tagesordnung. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Markranstädts Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) schlägt Alarm: Die Stadt habe akut mit Vandalismus zu kämpfen. Gerade wurde die Spielscheibe am Markranstädter Sportcenter mutwillig zerstört.

Bürgermeister sieht „allgemeingesellschaftliches Problem“

Die Spielscheibe sei aber nur ein Beispiel. „Die Zerstörungen an der Promenade am Kulkwitzer See sind mittlerweile schlimme Normalität“, sagt der Bürgermeister besorgt. „Auf die Stadt kommen dadurch jedes Jahr Kosten in fünfstelliger Höhe zu.“ Das treffe natürlich auch den Steuerzahler. Vandalismus und Zerstörung von Gemeineigentum seien ein großes allgemeingesellschaftliches Problem, so Spiske.

Genügend Freizeitangebote in Markranstädt

„Die Ausrede, das seien Jugendliche, die keine vernünftigen Betreuungsangebote in unserer Stadt finden, lasse ich nicht gelten“, erklärt Markranstädts Stadtoberhaupt. Gerade die Stadt am See biete einiges an Möglichkeiten. „Unsere Vereinslandschaft ist außerordentlich vielfältig“, so Spiske. „Von Sport über Geschichtsforschung, politischer Betätigung sowie Heimatpflege oder auch Bewahrung historisch wertvoller Technik, wie im Oldtimerverein Markranstädt – es gibt für jeden was.“ Genügend Möglichkeiten also, sich nach seinen Neigungen auszuleben. „Vandalismus und mutwillige Zerstörung sind ein gesellschaftliches Phänomen, das auf vielfältige Versäumnisse aller gesellschaftlichen Akteure hinweist“, meint Spiske. Das fange im Elternhaus an, gehe über die Schulen und ende in einem mangelhaften Verständnis dafür, dass unsere Gesellschaft keine Ich-, sondern eine Wir-Gesellschaft sein müsse, erklärt der Bürgermeister.

Parkscheinautomat zerstört – Alternativen werden gesucht

Zeichen von Vandalismus gibt es in Markranstädt einige. So fehlen seit Jahren Schranke und Bezahlautomaten auf dem Parkplatz in der Oststraße. „Dieses Thema ist nach den Anregungen aus dem Stadtrat nochmal aufgegriffen worden“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Es werde nun nach alternativen Lösungen gesucht, damit der Stadt künftig nicht mehr die Einnahmen des Parkplatzes, der in unmittelbarer Nähe des Kulkwitzer Sees liegt, entgehen. 

Bänke werden immer wieder gedreht

Auch die Bänke in Markranstädt sind immer wieder betroffen: In unregelmäßigen Abständen werden sie, wie berichtet, von Unbekannten ab- und verkehrt herum wieder angeschraubt. Bisher ist völlig unklar, wer hinter der Aktion steckt.

Von Linda Polenz

Sind Kita-Plätze im Leipziger Umland eine Alternative für suchende Eltern? Eine interaktive Karte verrät, wo noch Luft ist und wo es schon knapp wird. Denn auch in der Region Leipzig steigt die Zahl der Kinder.

12.09.2019

Sechs landwirtschaftliche Unternehmen der Region bilden ihre 18 Lehrlinge gemeinsam aus. Der 19-jährige Tony Brauße und sein Chef Lars Hartung von Agross Großstolpen bei Groitzsch erzählen, warum das für Lehrling und Arbeitgeber gut ist.

11.09.2019

Probleme gibt es offenbar vereinzelt mit den Anträgen auf Eigenverwertung, die von der Kell im Zusammenhang mit der Einführung der kommunalen Biotonne verschickt werden.

11.09.2019