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Markranstädt Neue Hoffnung für altes Kulkwitzer Ehrenmal
Region Markranstädt Neue Hoffnung für altes Kulkwitzer Ehrenmal
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13:03 26.07.2019
Erik Munkelt, Carmen Osang und Jürgen Martin (v.l.) am Kulkwitzer Ehrenmal. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Nachdem es um die geplante Sanierung des Kulkwitzer Ehrenmals für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zuletzt etwas ruhiger geworden ist, kommt jetzt wieder Bewegung in die Sache. Die Stadt Markranstädt will im Haushalt einen Posten einrichten, über den fehlende Eigenmittel bereitgestellt werden können, die für solche Projekte bei der Beantragung von Fördermitteln nachgewiesen werden müssen. Noch gibt es diese Position nur auf dem Entwurfspapier, aber Ortsvorsteherin Carmen Osang ist guter Hoffnung, dass der Stadtrat zustimmt.

Einige Euro sind noch an Eigenmitteln nötig

„Das wäre ein wichtiger Schritt, damit es vorwärts geht und wir das Sanierungsziel erreichen“, freut sich Osang. Sie ist die maßgebliche Initiatorin des Vorhabens und hat vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Ortschaftsrat zu einer viel beachteten Spendenaktion aufgerufen. Zuvor wurden Fachfirmen zur Expertise herangezogen. Seither ist bekannt, dass die Sanierung des baufälligen Denkmals rund 10 000 Euro kosten wird. „Das ist kein Pappenstiel. Aber nachdem inzwischen fast 2000 Euro an Spenden eingegangen sind, gibt es kein Zurück mehr“, stellt die Ortsvorsteherin fest. Allerdings reiche die Summe nicht, um die erforderlichen Eigenmittel bei der Beantragung von Fördermitteln zu decken.

Rat muss entscheiden

Kämmerin Silke Kohles-Kleinschmidt hatte den Stadtrat schon am 6. Juni mit dem Entwurf des kommenden Doppelhaushalts vertraut gemacht. Unter der Position solle demnach die Summe von 10 000 Euro eingestellt werden. „Beschließen muss den Etat aber der neu gewählte Rat“, sagt die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Allerdings sei die Summe nicht explizit für das Kulkwitzer Denkmal verfügbar. Sie soll auch für andere, ähnlich gelagerte Projekte die Grundlage für Ausstattung mit Eigenmitteln bilden. „Aber das Kulkwitzer Denkmal steht ganz oben auf der Liste“, bestätigt Lehmann. „Das sind wir auch den vielen engagierten Bürgern schuldig, die mit ihren Spenden schon eine eindrucksvolle Grundlage geschaffen und damit gezeigt haben, wie wichtig das Vorhaben ist.“

Das Ehrenmal wurde 1922 auf dem Kulkwitzer Friedhof errichtet. Der Ortschaftsrat hatte sich 2017 zum Ziel gesetzt, dass die baufällige Anlage im Jahr 2022 anlässlich des 100. Jahrestages ihrer Einweihung wieder in alter Würde erstrahlt.

Von Rainer Küster

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