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Markranstädt Neue Perspektive fürs Alte Ratsgut
Region Markranstädt Neue Perspektive fürs Alte Ratsgut
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09:01 18.04.2019
Wird derzeit kaum noch genutzt: das Alte Ratsgut in Markranstädts Mitte. Jetzt gibt es Pläne, das Mehrgenerationenhaus dorthin umzusiedeln. In dessen aktuellem Domizil am Weißbachweg könnte dann mehr Platz für die dortige Kita entstehen. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Für die Zukunft des Alten Ratsgutes im Stadtzentrum von Markranstädt ist jetzt scheinbar eine Lösung in Sicht. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage der LVZ bestätigt, wird noch in diesem Jahr die Baugenehmigungsplanung für eine Umnutzung des Gebäudes in Auftrag gegeben. Hier soll künftig das Markranstädter Mehrgenerationenhaus (MGH) sein neues Domizil finden.

Seit dem Auszug des Jobcenters vor rund zweieinhalb Jahren steht das Gebäude nahezu leer. Lediglich das Heimatmuseum nutzt noch ein paar Räume im Kellerbereich und der Landkreis hat einige Räume für die Aufgaben der Flüchtlingssozialarbeit sowie medizinische Dienste wie beispielsweise Schuluntersuchungen angemietet. Jetzt spielen der Stadt die Bevölkerungsentwicklung und die damit wachsenden Aufgaben für eine Umnutzung in die Karten.

Mehr Platz auch für Kinder

Unter dem Dach des MGH, das derzeit in der ehemaligen Berufsschule am Weißbachweg agiert, sind die Volkshochschule Leipziger Land (VHS), öffentliche Beratungsstellen, ehrenamtlich Tätige und die Kindertagesstätte „Weißbachzwerge“ vereint. „In der Vergangenheit musste das Haus bereits Räume an die Kita abgeben“, erklärt Stadtsprecherin Heike Helbig. „Mit 60 Plätzen werden bei den Weißbachzwergen aktuell Kinder ab drei Jahren betreut. Einen eigenen Krippenbereich hat die Einrichtung nicht.“

Zur Verbesserung der Bereitstellung von Krippenplätzen habe die Stadt bereits kurzfristige Veränderungen realisieren müssen. So wurden in der Kita „Waldknuffel“ Kindergarten- zu Krippenplätzen umgestaltet, damit ab Mai die Kapazität von bisher 65 auf Krippenplätze 76 erhöht. In der Kita „Spatzenhaus“ in Altranstädt werden aktuell die Voraussetzungen für eine Aufstockung der Krippe von 40 auf 50 Plätze geschaffen. „Durch die Umnutzung des Alten Ratsgutes zum Mehrgenerationenhaus wäre die Erweiterung der Kita im Weißbachweg um eine Krippe möglich“, erläutert Helbig.

Raumbedarf fürs MGH wächst

Aber auch der Raumbedarf für das breit gefächerte Angebot des MGH mit der VHS und Beratungsangeboten wachse stetig. Beide Einrichtungen können sich durch mehr Platz aktiver weiterentwickeln, heißt es. Derzeit verteile sich das MGH auf zwei Etagen mit einem offenen Treff, der Beratungsstelle Durchblick, einem Bewegungsraum und drei weiteren Zimmern. Eine eigene Küche gebe es nicht. Das Alte Ratsgut mit seinen drei Etagen biete dagegen deutlich mehr Entwicklungspotenzial. Mit der VHS als Träger des MGH habe es dazu bereits eine erste Abstimmung zum Raumbedarf gegeben, bestätigt das Rathaus.

Das Gebäude des Alten Ratsgutes wurde in den 1990er-Jahren in Anlehnung an den wegen Baufälligkeit abgerissenen Vorgängerbau errichtet. Bis 2017 war es von unterschiedlichsten Mietern belegt. Laut Stadtverwaltung werde die Umnutzung des Alten Ratsgutes möglich, da es als Projekt in den Fortsetzungsantrag SOP 4.0 des Städtebauprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen wurde. Unter Beachtung der Bevölkerungsentwicklung und des steigenden Bedarfs an sozialen Angeboten sehe die Stadt das MGH als wichtigen Baustein einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Von Rainer Küster

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