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Markranstädt Ordnungsamt kommt jetzt mit ’nem Stromer
Region Markranstädt Ordnungsamt kommt jetzt mit ’nem Stromer
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16:39 10.01.2017
Dienstwagen voll elektrisch: Heike Heinze und Tommy Ziesler vom Ordnungsamt im Stromer. Dahinter Alexander Meißner, Matthias Pfeiffer und Stefan Moeller (v.l.).
Dienstwagen voll elektrisch: Heike Heinze und Tommy Ziesler vom Ordnungsamt im Stromer. Dahinter Alexander Meißner, Matthias Pfeiffer und Stefan Moeller (v.l.). Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Mit Energie in die Zukunft heißt der Leitsatz Markranstädts. Seit Dienstag ist nun das Ordnungsamt tatsächlich vollelektrisch unterwegs. Die Stadt hat einen Renault Zoe zunächst für ein Jahr gemietet. Der Stromer mit einer Reichweite von 100 bis 150 Kilometern ersetzt einen bisherigen Dienstwagen. Im Sommer sind die Vollzugsbediensteten – wie berichtet – bereits überwiegend auf einem E-Bike unterwegs.

Man sei gespannt, wie sich das Fahrzeug im Alltag bewährt, so die Stadt. Der Umstieg sei die logische Konsequenz aus dem Projekt der Energiesparstadt. Entstanden ist dabei hinterm Rathaus auch die erste Schnellladesäule in Markranstädt, bereitgestellt von den Stadtwerken Leipzig. Man wolle damit einen Impuls setzen, so der Bereichsleiter Energielösungen, Matthias Pfeiffer. In Leipzig gebe es bereits 160 Ladepunkte, in Projekte in ganz Mitteldeutschland werde investiert. Die Ladesäule ist allerdings vorerst nur für den Zoe vorgesehen. Der ist dort nach einer Stunde wieder voll aufgeladen.

Für den Mietwagen hatte sich auch Alexander Meißner ausgesprochen. Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt lobte das Mieten als „Einstieg ohne Risiko“. Die Wertentwicklung von Neufahrzeugen sei aktuell noch unklar. So gebe es das Komplettpaket zum Festpreis. Und weitere Fahrzeuge könnten getestet werden.

Geliehen wird der Wagen über die Leipziger Firma Strominator. Deren Mitbegründer Stefan Moeller erzählte, seine Firma betreue aktuell einen Fuhrpark von 20 Fahrzeugen. Er sei zuversichtlich, dass die Stadt den Wagen nach einem Jahr behalten wolle, so Moeller. Keiner seiner Kunden habe bislang sein Elektroauto gern wieder abgegeben.

Von Jörg ter Vehn