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Markranstädt Pläne für Ausbau der Priesteblicher Straße in Lindennaundorf stocken
Region Markranstädt Pläne für Ausbau der Priesteblicher Straße in Lindennaundorf stocken
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12:22 26.01.2018
Bußgeldeintreiber könnten hier reich werden: Der Ausbau der Priesteblicher Straße zur öffentlichen Straße lässt weiter auf sich warten. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Der Ausbau der Priesteblicher Straße in Lindennaundorf lässt auf sich warten. Aktuell bereitet die Verwaltung eine „verkehrsplanerische Untersuchung“ dazu vor. Das dauert.

Genau vier Sätze umfasst die Antwort des Rathauses auf eine Anfrage zum Stand der Planungen für die Priesteblicher Straße. Bekanntlich hatten im Oktober 2016 die Einwohner von Frankenheim, Lindennaundorf und Priesteblich mit großer Mehrheit für den Ausbau des Feldweges gestimmt. 487 waren dafür, 238 dagegen.

Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) hatte sich im Vorfeld gegen den Ausbau des Weges gestellt, obwohl dieser eine deutliche Abkürzung für die autofahrenden Einwohner in Richtung Markranstädt darstellt. Stattdessen schleichen hunderte täglich illegal über die schmale Straße, die eigentlich nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist. Die von der Stadtverwaltung zur Kontrolle eigens aufgestellte Schranke überlebt angesichts des Nutzungsdrucks selten länger als ein paar Stunden.

Aber sonderlich eilig scheint es das Rathaus mit dem Ausbau auch nicht zu haben, obwohl eine Grundsatzentscheidung des Rates für den Straßenbau vorliegt. Für die weitere Planung sei vorab eine verkehrsplanerische Untersuchung nötig, erklärt das Rathaus. „Die Beauftragung dieser Untersuchung wird derzeit vorbereitet“, heißt es weiter. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für die Straßenplanung. In diesem Jahr stünden für das Vorhaben 125 000 Euro bereit, 2022 weitere 200 000 Euro. Vier Sätze. Basta.

Dabei seien auch die Mittel für die Planung in diesem Jahr erst nach Widerspruch aus dem Ortschaftsrat und dann auf Drängen der CDU-Fraktion eingestellt worden, erklärt Ortsvorsteher Jens Schwertfeger, selbst in der Partei. Er sorgt sich, dass die weitere Planung ins Stocken gerät. „Es ist leider zu befürchten, dass in den Folgejahren kein Geld mehr zur Verfügung steht“, sagt er.

Wie berichtet, hatte die frühere Bauamtsleiterin Kosten von bis zu zwei Millionen Euro für den Ausbau des kleinen Weges ermitteln lassen. Auch die Folgen auf das nachgeordnete Straßennetz müssten bei einem Eingriff betrachtet werden, hatte sie gewarnt. Der Ortschaftsrat, der den Anstoß für die Planungen gab, hatte aber immer wieder betont, die ausgebaute Straße solle nur Anliegern aus dem Ort dienen, sie solle auch für Lastwagen gesperrt sein.

Eine preiswertere Minimalvariante der Straße solle geplant werden, hatten die Räte entschieden. Das war im November 2016. Seitdem ist – außer einigen kaputt gefahrenen Schranken - nicht viel geschehen. „Ich befürchte, im Rathaus ist die Kreativität nicht vorhanden, die vorhandene Priesteblicher Straße einfach nur zu ertüchtigen“, meint Ortchef Jens Schwertfeger.

Von Jörg ter Vehn

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