Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markranstädt Raserfallen: In Espenhain blitzte es im Vorjahr fast 38.000 Mal
Region Markranstädt Raserfallen: In Espenhain blitzte es im Vorjahr fast 38.000 Mal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:35 26.02.2019
Die beiden Blitzer auf der B 95 in Espenhain lösten kreisweit am häufigsten aus. Quelle: Claudia Carell
Landkreis Leipzig

Trotz drohender Strafen – es gibt immer noch genügend Autofahrer, die mit Bleifuß unterwegs sind. Um Tempoverstößen Einhalt zu gebieten, betreibt der Landkreis Leipzig an fünf Standorten stationäre Anlagen. Auch im Vorjahr taten die Radarfallen wieder ihren Dienst. Obwohl längst nicht mehr die Rekordzahlen der Anfangsjahre erreicht werden, schnappten die beiden Blitzer in Espenhain am häufigsten zu, wie Susann Thier, stellvertretende Leiterin des Amtes für Rechts-, Kommunal- und Ordnungsangelegenheiten, berichtet.

5400 Bußgelder wurden erteilt

„Über 37 000 Fahrzeugführer wurden auf der B 95 mit erhöhter Geschwindigkeit registriert.“ Damit stieg die Zahl gegenüber 2017, wo nur rund 30 000 Raser optisch gestellt wurden, wieder deutlich an. Die Mehrheit – insgesamt rund 32 500 Betroffene – kam mit einem Verwarngeld davon. Rund 5400 Fahrer mussten Bußgelder berappen.

Mehr teure Fotos als 2017 schoss im Vorjahr auch der Markranstädter Blitzer. Hier tappten die Autofahrer mit über 23 000 Verstößen am zweithäufigsten in die Radarfalle. 2017 waren an der B 186 lediglich knapp 20 000 Temposünder erfasst worden. Knapp 22 000 Verwarngeldern stehen im Jahr 2018 rund 1500 Bußgelder gegenüber.

Gewöhnungseffekt in Machern eingetreten

In Machern ist ebenfalls ein Gewöhnungseffekt eingetreten. Auch an der B 6, wo das Tempo in Höhe der Tankstelle überwacht wird, lassen es Autofahrer zunehmend gemächlicher angehen. Wurden kurz nach dem Aufstellen der zwei Säulen im Jahr 2015 noch über 21 000 Überschreitungen registriert, hat sich deren Zahl im Vorjahr auf rund 11 300 fast halbiert. Auch hier dominieren Verwarngelder mit rund 10 700 Fällen deutlich gegenüber rund 600 Bußgeldern.

Der jüngste Landkreis-Blitzer steht seit Oktober 2017 an der S 38 in Großpösna. Nachdem sich Bürgerbeschwerden über Raserei auf der Durchfahrtsstraße gehäuft hatten, hatte sich der Kreis zur Installation der stationären Anlage entschlossen. In den letzten drei Monaten des Jahres 2017 lieferte die Säule rund 4400 Fotos von zu Eiligen. Im Vorjahr waren es knapp 8000 unbestechliche Aufnahmen. Immerhin rund 7500 Verwarn- und etwa 450 Bußgelder wurden fällig.

In Deuben wird weniger gerast

Nur noch wenige verfängliche Schnappschüsse macht der älteste Landkreis-Blitzer, der in den Deubener Teichkurven seinen Dienst tut. Die Anlage, die 2017 dichter an die Ampelkreuzung am Abzweig Altenbach heranrückte, registrierte im Vorjahr nur noch 770 Verstöße. Damit ging die Zahl gegenüber 2017 (868) weiter zurück und stellt den niedrigsten Wert seit Beginn der Maßnahmen gegen den einstigen Unfallschwerpunkt dar. Insgesamt hagelte es im Vorjahr in Deuben 734 Verwarngelder und 36 höhere Geldstrafen.

Zahl der Tempoverstöße um 20.000 gestiegen

Auch die Messfahrzeuge des Kreises schwärmen immer wieder aus, um ein wachsames Auge auf das Verkehrsgeschehen zu haben. Den mobilen Einheiten gingen dabei 2018 knapp 18 000 Geschwindigkeitssünder ins Netz. Auch die Polizei legte sich auf die Lauer und registrierte knapp 7300 Verstöße. Unterm Strich macht das über 100 000 Raser, die im gesamten Landkreis zu schnell unterwegs waren. Damit stieg der Zahl der Tempoverstöße gegenüber 2017 um fast 20 000 wieder an.

Der unrühmliche Spitzenreiter wurde in Espenhain erwischt – mit 91 Sachsen über dem Limit. Nicht nur er musste für mehrere Monate die Hände vom Lenkrad lassen. Insgesamt wurden 544 Fahrverbote wegen Tempoverstößen verhängt, aber auch 152 wegen Alkohols oder Betäubungsmitteln am Steuer, die bei weiteren Polizeikontrollen festgestellt wurden.

Von Simone Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Mitteldeutsche Revier, zu dem das Kraftwerk Lippendorf und der Tagebau Vereinigtes Schleenhain gehören, muss sich für die Zeit nach der Kohle rüsten. Über Chancen und Risiken des Strukturwandels sprach die LVZ mit Henry Graichen (CDU), Landrat des Landkreises Leipzig.

25.02.2019

Bildet die Jugendhilfeplanung den aktuellen Bedarf an Treffpunkten sowie offener Kinder- und Jugendarbeit noch genügend ab? Diese Frage beschäftigte den Jugendhilfeausschuss des Landkreises Leipzig bei seiner Sitzung in Borna.

14.02.2019

Der Stadtrat in Markranstädt hat beschlossen, das Engagement fürs Zertifizierungsverfahren European Energy Award bis 2022 fortzuführen. Das kostet die Stadt für die nächsten vier Jahre etwa 6500 Euro.

13.02.2019