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Markranstädt Raupenplage in Markranstädt
Region Markranstädt Raupenplage in Markranstädt
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06:01 08.06.2019
Eine Schwarmspinner-Raupe frisst sich durch ein Roteichenblatt. Quelle: Foto: Jörg ter Vehn
Markranstädt

Markranstädt hat eine Raupenplage. Darüber informierte Bauamtsleiter Sven Pleße in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. So sei im Bereich Priesteblich vor allem die Raupe des Goldafters zu finden, auf dem Weg zwischen Markranstädt und Göhrenz, auf der so genannten Kippe, dagegen der Schwammspinner.

Kein großflächiges Baumsterben zu erwarten

„Leider sind vor allem unsere Jahrgangsbäume betroffen“, so Pleße. Allerdings kann Oliver Hering, der Revierleiter Neuseenland beim Sachsenforst die Markranstädter beruhigen. „Bei Eichen ist es nicht ganz so schlimm, weil sie nochmals austreiben“, erklärte er auf Nachfrage der LVZ. Auch sonst sei kein großflächiges Baumsterben zu erwarten. „Die Raupen sterben irgendwann ab.“ Man könne auch mit Schädlingsbekämpfungsmitteln spritzen, allerdings mache das in diesem Stadium keinen Sinn mehr. Im Normalfall werde der Befall durch ein Monitoring bereits im Vorfeld abgeschätzt, in diesem Bereich, also auf der Kippe, finde ein solches Verfahren aber nicht statt.

Raupen nicht anfassen

Markranstädts Bauamtsleiter warnte die Bevölkerung, die Tiere nicht anzufassen. „Das kann allergische Reaktionen auslösen“, erklärte Pleße. Das bestätigt auch Revierleiter Hering. Allerdings nur für den Fall, dass die Raupen auf der Haut kriechen. Allein vom Vorbeigehen sei keine Hautreaktion zu erwarten. „Bedenklicher ist es bei den Raupen des Goldafters“, sagte er. Da reiche oft bereits das Berühren des Gespinstes. Von diesen Raupen seien vor allem Obstgehölze betroffen.

Lange Trockenheit verschärft die Situation

Neben Markranstädt gibt es, wie berichtet, auch Vorkommen am Cospudener See. „Auch am Belantis haben wir die Schwammspinner gesehen“, so Hering. Seit etwa zwei Wochen trete dieses Phänomen auf. „Das hat vermutlich mit der langen Trockenheit zu tun“, sagte er. Begonnen habe es in der Neuen Harth.

Von Linda Polenz

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