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Markranstädt Schock in Markranstädt: Edeka-Markt macht dicht
Region Markranstädt Schock in Markranstädt: Edeka-Markt macht dicht
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20:01 07.08.2019
Schlag für den Einzelhandel in Markranstädt: Der Edeka-City-Markt in der Leipziger Straße schließt im kommenden Frühjahr. Quelle: André Kempner
Markranstädt

Edeka wird Markranstädt verlassen. Wie die Pressestelle der Mindener Unternehmenszentrale am Mittwoch auf LVZ-Anfrage bestätigte, schließt der City-Markt in der Leipziger Straße zum 30. April 2020, nachdem der Mietvertrag für die Räumlichkeiten im Komplex am Alten Ratsgut ausgelaufen ist. Über die Hintergründe sowie die Folgen für Mitarbeiter machte Edeka keine Angaben. Es wurde lediglich darauf verwiesen, dass „sich der Standort außerhalb des Liefergebietes der Edeka Minden-Hannover befinde“ und man nach Aufgabe des Marktes durch die Einzelhändlerin „keinen Zugriff mehr auf den Standort“ habe.

Bisher keine Kündigungen ausgesprochen

Betrieben wird der Markt von Silke Rothe. Sie habe die Räume bei Edeka über einen internen Vertrag gemietet, erklärte sie am Mittwoch gegenüber der LVZ. Der laufe jetzt aus und werde ihrerseits nicht verlängert. Gründe für die Entscheidung gab die selbstständige Einzelhandelskauffrau nicht an. Allerdings wurde inzwischen bekannt, dass für den Edeka-Markt in der Nachbarstadt Lützen, der ebenfalls von Silke Rothe betrieben wird, in absehbarer Zeit ein großzügiger Neubau entstehen soll. Dort könnten Mitarbeiter des Markranstädter Marktes möglicherweise weiterbeschäftigt werden. „Ich habe das Team deshalb erst einmal nur intern informiert“, erklärte Rothe am Mittwoch. „Weitere Gespräche wurden noch nicht geführt, werden aber folgen.“ Kündigungen seien nicht ausgesprochen worden, so Rothe.

Pegauer Fleischer will neuen Standort aufbauen

Den im Markt agierenden Betreibern anderer Shops wurden die Verkaufsstände schon vor längerer Zeit gekündigt. Heiko Bade, Geschäftsführer der Pegauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH, war überrascht. „Ich kann aber nur für mein Unternehmen sprechen. Da stimmen die Zahlen, wir sind zufrieden und die Kunden ihrerseits auch mit uns.“ Den Standort Markranstädt wolle er nicht aufgeben. „Wir haben zum Glück mehrere Optionen“, gab er sich optimistisch und sprach sogar von „Lösungen in ganz anderen Größenordnungen“. Noch sei aber nichts spruchreif.

Bürgermeister wünscht sich neuen Betreiber für den Standort

Die Stadtverwaltung hat die Nachricht von der Schließung gleich in mehrfacher Hinsicht mit Bedauern aufgenommen. Einerseits habe Edeka mit seiner zentralen Lage im Markranstädter Stadtkern eine wichtige Versorgungsaufgabe inne, darüber hinaus „bedauern wir sehr, dass der derzeitige Betreiber des Marktes keinen Kontakt zu uns aufgenommen hat“, zeigte sich Bürgermeister Jens Spiske (FWM) verwundert. Die Mindener Edeka-Zentrale teilte noch am Morgen mit, dass „Vermittlungsversuche einer Weiterbetreibung durch ein regional tätiges Unternehmen leider fehlgeschlagen“ sind. Spiske kündigt nun an: „Für uns ist es wichtig, in diesem Areal eine Nahversorgung anbieten zu können. Wir werden uns deshalb mit Betreiber und Eigentümer in Verbindung setzen, um Lösungen zu finden.“ Dabei verweist er auf das Einzelhandelskonzept der Stadt, wonach Neuansiedlungen dieser Art nur in einem klar definierten Gebiet möglich sind. „Ein Markt hätte deshalb an diesem Standort gute Voraussetzungen“, ist Spiske überzeugt.

Von Rainer Küster

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