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Markranstädt So feierten Karnevalisten in und um Leipzig
Region Markranstädt So feierten Karnevalisten in und um Leipzig
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21:45 23.02.2020
Hunderte Besucher ließen sich den Karnevalsumzug durch Pegau nicht entgehen. Quelle: René Beuckert
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Leipzig

Für viele Karnevalsvereine in Sachsen begann der Rosensonntag wohl mit Krisensitzung: Der Wetterbericht kündigte Regen und Sturmböen an. Dennoch haben die meisten Narren ausgelassen gefeiert. So waren die Shows und Umzüge.

Umzüge trotz Sturm

In Leipzig trauten sich die Karnavelisten am Nachmittag natürlich auf die Straße. Starker Regen sollte er am späten Nachmittag fallen, die Sturmböen von den hohen Häusern gestoppt werden. Nur die Umzugswagen wurden zuvor noch einmal extra gesichert.

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Auch in Kitzscher entschieden sich alle Umzugsteilnehmer, sich vom Wetter nicht unterkriegen zu lassen. Nur die Kinder des KVK sollten aus Sicherheitsgründen nicht mitfahren, sodass es doch weniger Wagen waren, als geplant. Doch insgesamt war es ein Umzug mit viel Stimmung.

Impressionen vom 27. Faschingsumzug in Kitzscher

Die Narren in Pegau mussten sich um schlechtes Wetter keine Gedanken machen: Gut anderthalb Stunden vor dem Umzug sammelten sich Freunde des Karnevals auf dem Marktplatz – mal mehr, mal weniger kostümiert. Dann zeigten die Karnevalisten ihre Kunst, der Bürgermeister lieferte einige Reime ab und zwei Prinzenpaare führten den Umzug an.

Sicherheitsbedenken

Für die Karnevalisten in Rötha lief es nicht ganz wie geplant: Der Umzug startete zwar, schien aber nicht ganz gegen den Sturm anzukommen. Der Bürgermeister sorgte für eine schnelle Lösung, indem er das Volkshaus für die weitere Feier öffnete. Die Feier blieb ausgelassen und das Oberhaupt sammelte einige Sympathie-Punkte.

Besonders hart traf es den Carneval Club in Groitzsch, der seinen Umzug wegen Sicherheitsbedenken absagen musste. Die Veranstalter trafen sich am Morgen und zogen die Reißleine. Enttäuschung schwingt in der Stellungsnahme mit: „Diese Entscheidung fiel uns als Vorstand alles andere als leicht. Jedoch wollen und können wir unsere Umzugsteilnehmer nicht dem angesagten Sturmrisiko mit Böen von 100-120 km/h aussetzen“, so der Verein auf Facebook.

Von ähnlichen Entscheidungen profitierte der Umzug im Oschatzer Ortsteil Mannschatz, der so mehr Zulauf hatte. Viele befreundete Karnevalsvereine und Kostümierte versammelten sich auf den Straßen.

Karnevalsshows am Samstag

Zahlreiche Vereine feierten bereits am Samstag mit Sitzungen und Versammlungen am Abend. So gab es in Pressel eine Narrenshow rund um den Weltenbummler Gustav Kögel. Der Makranstädter Carnevals Club feierte mit viel Flair, immerhin war es gleichzeitig der 60. Geburtstag. Auch in Bad Düben gab es neben dem alljährlichen Spaß auch ein Jubiläum zu feiern: Es war die 45. Sitzung.

Fasching in der Dübener Heide

Die Narren in Kohren-Sahlis sind davon noch ein Jahr entfernt, dennoch war der Abend von Nostalgie geprägt. Denn das Motto lautete „Helden der Kindheit“ und animierte zahlreiche Gruppen zu Showeinlagen. In Schrebitz und Döbeln wurden ebenfalls bunte Motti ausgegeben, die an angenehmeres Wetter denken ließen. Während es beim SCC um das Reisen allgemein ging, johlte der LFC von Mallorca.

Beim „Narrenbummel über’n Rummel“- so hieß das Motto. 300 Gäste feierten dabei, der Saal war komplett ausverkauft. Hier einige Impressionen.

Ganz klassisch blieb es in Burkartshain, obwohl sie sich neue Karnevalstrachten gegönnt haben. Im ausverkauften Saal gab es Funkentanz und Männerballett. Außergewöhnlich ausgelassen ging es auch in Geithain zu, wo das Motto äußerst massentauglich war: „Jukeboxmusik – Hit für Hit – der GCC macht mit“. Unterbrochen wurde die Musik von zahlreichen Sketchen und beendet wurde der Abend mit einem großen Flashmob zum ABBA-Hit „Mamma mia“.

Von LVZ