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Markranstädt Störche feiern täglich mehrmals Hochzeit
Region Markranstädt Störche feiern täglich mehrmals Hochzeit
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07:01 11.04.2019
Frisch verpartnert: Storchen-Hochzeit auf dem Schornstein der ehemaligen Gärtnerei in der Albersdorfer Straße in Seebenisch. Quelle: Armin Kühne
Markranstädt

Im Markranstädter Ortsteil Seebenisch sind vor einigen Tagen die ersten Weißstörche aus dem Winterquartier eingetroffen. Erstmals wurde das Brutpaar Mitte März gesichtet. Danach verschwand es für einige Zeit von der Bildfläche. In dieser Phase tauchte auf dem Horst ein Nilganspaar auf, bis das Storchen-Weibchen am 1. April wieder zurückkam. „Erkannt wurde es an seinem Fußring. Es handelt sich um die polnische Störchin aus dem Vorjahr“, sagt Storchenberinger Dietmar Heyder. Der männliche, unberingte Storch traf sechs Tage später ein. „Es kam sogleich wiederholt zur Paarung“, klärte der Experte auf. „Diese wurde aber jäh unterbrochen, weil plötzlich ein Fremdstorch auftauchte, der von dem Horstpaar sofort attackiert wurde, bis er das Weite suchte. Nun ist das angestammte Paar komplett, feiert täglich mehrmals Hochzeit und repariert das Nest“, berichtet Heyder zufrieden. In den nächsten fünf bis sechs Tagen werde es dann zur Eiablage kommen „und nach 32 Tagen Bebrütungsdauer kann unter Umständen mit dem Nachwuchs gerechnet werden – vorausgesetzt, dass keine Störungen erfolgen“. Fremdstörche, die dem Nest einen Besuch abstatten und stören, würden vom Horstpaar in der Regel erfolgreich abgewehrt.

Nur zwei Küken wurden flügge

Laut dem Storchenberinger war das vergangene Jahr ein gutes Jahr, weil es wieder mal Jungstörche gab. Leider wurden aber von fünf ausgebrüteten Küken nur zwei flügge. Drei wurden aufgrund von Nahrungsmangel aus dem Nest geworfen, was bei Störchen recht oft vorkommt.

Als empfindliche Störung, „die schon manches Unheil anrichtete“, hat Heyder das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ausgemacht,. Dann würden die Altvögel fluchtartig das Nest verlassen. „In der Folge kühlt entweder das Gelege aus, was zum Absterben führt, oder die Jungen verklammen und kommen um. Selbst für die Altstörche bedeutet das plötzliche Erschrecken eine große Gefahr. Sie können in der Dunkelheit Leitungen und andere Hindernisse schlecht erkennen“, erläutert der Fachmann. Aus diesem Grunde sei während der Brutperiode von Anfang April bis Ende August in einem Umkreis von 1000 Metern rund um das Nest das Knallen mit Pyrotechnik zu unterlassen. „Eine Ausnahmegenehmigung hierzu erteilt das Ordnungsamt in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro geahndet werden, denn der Weißstorch zählt zu den streng geschützten Arten“, betont Heyder.

Von lvz

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