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Markranstädt Stromausfälle in Frankenheim: Jetzt reagiert der Energieversorger
Region Markranstädt Stromausfälle in Frankenheim: Jetzt reagiert der Energieversorger
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17:54 24.10.2019
Das Gewerbegebiet in Frankenheim war zuletzt immer wieder von Stromausfällen betroffen. Quelle: André Kempner
Markranstädt

In der Markranstädter Ortschaft Frankenheim sieht man jetzt Licht am Ende des Tunnels. Elektrisches Licht sogar. Denn der Netzbetreiber Mitnetz weiß nun, warum es immer wieder zu Störungen bei der Stromversorgung gekommen ist. Betroffen waren davon nicht nur die Haushalte in der Ortschaft, sondern auch die Unternehmen im Gewerbegebiet. „Im Grunde genommen geht das schon seit etwa drei Jahren so“, klagt beispielsweise Peter Scheerbaum, Geschäftsführer der ansässigen Karo Holzbau GmbH. In den letzten zwölf Monaten hätten sich die Stromausfälle aber auffallend gehäuft, stellt der Firmenchef fest. „Da geht erst mal nichts mehr, Stillstand in der Produktion ebenso wie im Büro.“

Eine Situation, die man auch gegenüber bei der Frank Fahrzeugbau GmbH nicht länger tolerieren konnte. Seniorchef Klaus Frank hat sogar Buch geführt. „Allein zwischen März und September hatten wir fünf längere Stromausfälle zwischen anderthalb und drei Stunden.“ Den Rekord allerdings halte der 7. Dezember 2018: Stromausfall in der Zeit von 10.45 Uhr bis 15.20 Uhr. „Das war quasi ein ganzer Arbeitstag und das bei rund 100 Mitarbeitern“, schimpft Frank.

Rathaus reagiert sofort

Nachdem sein Unternehmen kürzlich erneut über drei Stunden lang ohne Strom war, wandte sich Frank mit der Bitte um Unterstützung an die Markranstädter Stadtverwaltung, weil man dort „den längeren Hebel zum Energieversorger“ habe. „Die Wirtschaftsförderung der Stadt hat sich wirklich sofort dahintergeklemmt“, lobt der Geschäftsführer. Es dauerte dann auch nicht lange, bis Juniorchef Andreas Frank die Stellungnahme des Netzbetreibers Mitnetz-Strom in den Händen hielt.

Demnach wurde als Ursache der Störungen in den zurückliegenden Jahren die Freileitung von Schkeuditz (Dölziger Straße) nach Kleinliebenau (Domholzschänke) lokalisiert. Sie führe hier durch ein Waldgebiet, das mittlerweile einen hohen Baumbestand aufweise. Baumumbrüche bei Sturm oder Gewitter führten zur Schädigung der Leitung. Weiter heißt es: „Umfangreiche Ausholzungsarbeiten werden für diese Trasse nicht mehr genehmigt, da diese durch mehrere Landschaftsschutzgebiete verläuft.“ Aus diesem Grund habe man zu Beginn dieses Jahres entschieden, den beschriebenen Freileitungsabschnitt durch ein Erdkabel zu ersetzen.

Störquelle wird umgangen

Auf LVZ-Nachfrage bestätigt der Netzbetreiber: „Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, plant Mitnetz-Strom, die Mittelspannungsleitung zwischen Schkeuditz und Kleinliebenau auf 1,8 Kilometern durch Erdkabel zu ersetzen.“ Aktuell werde ein Naturschutzgutachten erstellt, damit noch im November die Zustimmung erteilt und im Januar mit dem Bau der Kabeltrasse begonnen werden kann. Die Fertigstellung sei für Mai kommenden Jahres geplant.

Um das Störungsaufkommen bis zum Ersatz der Freileitung auf ein Minimum zu begrenzen, werde Mitnetz-Strom das Gewerbegebiet und die betroffenen Kunden über einen anderen Leitungskreis versorgen. Die dafür notwendigen Umbauarbeiten seien in Auftrag gegeben worden und sollen in den nächsten beiden Wochen erfolgen. „Der geänderte Schaltzustand wird voraussichtlich in der ersten Novemberwoche in Betrieb gehen“, teilt der Netzbetreiber mit. Eine Botschaft, die auch Karo-Chef Peter Scheerbaum gern hört. „Es wäre dennoch schön gewesen, wenn es dazu schon etwas früher eine Mitteilung an alle Betroffenen gegeben hätte“, bedauert er.

Von Rainer Küster

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