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Markranstädt Karambolage-Atlas: Unfallzahlen liegen über Sachsen-Durchschnitt
Region Markranstädt Karambolage-Atlas: Unfallzahlen liegen über Sachsen-Durchschnitt
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10:14 23.01.2019
Der Karambolage-Atlas der Generali Autoversicherung zeigt, wo es am häufigsten kracht. Quelle: Generali
Landkreis Leipzig

Sachsens Autofahrer sind insgesamt überdurchschnittlich häufig an Unfällen beteiligt – der Landkreis Leipzig macht da keine Ausnahme. Auf 100 zugelassene Fahrzeuge im Freistaat kommen pro Jahr 12,5 Unfallmeldungen, im Landkreis Leipzig liegen die Werte mit rund 14 sogar noch knapp darüber. Das hat der Münchner Kfz-Versicherer Generali bei der Auswertung von deutschlandweit 700 .000 Schadensmeldungen aus den vergangenen drei Jahren herausgefunden.

Im Vergleich der Bundesländer sind die Sachsen in der Statistik sogar ostdeutscher Karambolage-Spitzenreiter – abgesehen von den Versicherten in der Unfall-Hauptstadt Berlin, aus der pro Kopf noch häufiger Schadensanzeigen kamen. Unter dem Bundesdurchschnitt von 11,7 liegen dagegen im Osten Thüringen (11,4), Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (jeweils 10,8 Schadensfälle auf 100 Versicherte).

1770 Euro durchschnittlich für Reparaturen im Landkreis Leipzig

Nordsachsen reiht sich mit 11,6 Unfallmeldungen knapp, aber ebenfalls unter dem bundesdeutschen Schnitt ein. In Meißen gab es sogar nur 10,9 Schäden pro 100 Kraftfahrzeuge. Die Instandsetzung der Fahrzeuge im Landkreis Leipzig kostete laut Generali zuletzt durchschnittlich 1770 Euro. Auf ganz Sachsen gerechnet, waren es mit 2205 Euro bereits über 400 Euro mehr.

Grundsätzlich gelte: Je größer die Stadt, umso häufiger kommt es zu Karambolagen. Folgerichtig sind die Straßen in Meißen oder eben im Landkreis Leipzig merklich ungefährlicher als die in den drei sächsischen Großstädten. Allerdings zeigen sich die Ballungsräume in dieser Statistik nicht in üblicher Reihenfolge: Fast 15 von 100 Chemnitzer Fahrzeughaltern meldeten jährlich einen Unfall an den Versicherer, das bedeutet den Spitzenplatz. In Dresden und Leipzig ist es jeweils ein Prozentpunkt weniger.

Ein Viertel aller Kasko-Schäden bei BMWs

Außergewöhnlich ist in der Großstadt Chemnitz auch: Während bei den Kasko-Schäden am eigenen Auto Nobelmarken klar vorn liegen, ragt bei der Haftpflicht-Inanspruchnahme für Schäden bei anderen Verkehrsteilnehmern mit Abstand eine Auto-Marke heraus: Renault.

In Dresden gehören sowohl bei Kasko- als auch bei Haftpflichtschäden Fahrzeuge von Mercedes-Benz zu den auffälligsten. In Leipzig geht ein Viertel aller Kasko-Schäden den Daten zufolge auf das Konto von BMW-Besitzern.

Im Sommer scherbelt es am häufigsten

Die Mär von den angeblich besser fahrenden Männern kann der Versicherer nicht bestätigen: „In der Schadenshäufigkeit unterscheiden sich die Geschlechter nur geringfügig“, heißt es. Überraschend ist dagegen: Nicht etwa im rutschigen Herbst und Winter, sondern in den Sommermonaten häufen sich Schadensmeldungen. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Fahrer in den kalten und dunklen Monaten eher vorsichtig unterwegs sind“, erklärte Generali-Geschäftsführer Roland Stoffels.

Im Wochenrhythmus sind übrigens Donnerstag und Freitag tendenziell am gefährlichsten. In der Studie wird vermutet, dass die Autofahrer an diesen Tagen schnell nach Hause wollen und deshalb unvorsichtiger fahren als üblich.

Von Matthias Puppe, Mathias Schönknecht und Simone Prenzel

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