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Markranstädt Verzug bei den Schulbauten in Markranstädt
Region Markranstädt Verzug bei den Schulbauten in Markranstädt
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09:01 24.10.2019
Die Baustelle für vier Klassen- und ein Lehrerzimmer fürs Gymnasium in der Markranstädter Parkstraße. Das Gebäude wird nun erst in den Winterferien fertig. Quelle: Kempner
Markranstädt

Es läuft nicht rund auf der Baustelle der vier Klassenräume des Gymnasiums Markranstädt. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurde nun über den Baurückstand informiert. Zugleich wurde mit dem Beschluss des Haushaltes der Weg für den dringend gebrauchten Anbau der Grundschule frei gemacht. Doch auch da befindet sich der Bau im Verzug.

Fertigstellung erst in den Winterferien

„Es gibt auf der Baustelle der vier Klassenzimmer fürs Gymnasium eine erhebliche Verzögerung“, berichtete Bauamtsleiter Sven Pleße den Stadträten und anwesenden Bürgern. Unter anderem habe der Auftragnehmer bereits verspätet mit dem Bau begonnen. Hinzu kämen Wartezeiten bei verschiedenen Elementen, wie beispielsweise den Treppen. „Auch die Logistik musste nochmal umgeplant werden“, so Pleße. So werde man nun entgegen der ursprünglichen Planung erst Ende Oktober mit dem Rohbau fertig – ein Einhalten des Übergabetermins Ende des Jahres dadurch unmöglich. „Wir rechnen damit, das Gebäude in den Winterferien übergeben zu können“, erklärte Pleße.

Auf 358 Quadratmetern entstehen in der Parkstraße vier Klassen- und ein Lehrerzimmer. Mit dem Neubau wird das Gymnasium vierzügig. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon fördert der Freistaat Sachsen mit dem Programm „Brücken in die Zukunft“.

Personelle Engpässe im Bauamt

Ebenfalls gefördert wird der Ausbau der Grundschule Markranstädt. Etwa eine Million Euro gibt der Freistaat für zusätzliche Klassenräume und die Vergrößerung des Speiseraums hinzu. Insgesamt kostet das Projekt etwa 2,5 Millionen Euro. Allerdings gibt es auch da Verzug, wie die Erste Beigeordnete Beate Lehmann (CDU) auf Nachfrage der LVZ erklärte. „Von einer Fertigstellung 2020 können wir uns verabschieden“, sagte sie. Grund in diesem Fall: personelle Engpässe im Bauamt des Landkreises. „Wir haben zwar im Mai durch Fristablauf eine fiktive Baugenehmigung erhalten“, so Lehmann. Allerdings sei eine Schule ein Sonderbau, verschiedene Themen wie Brandschutz bräuchten daher bei der Genehmigung eine besondere Aufmerksamkeit. „Deshalb sind wir für die Ausführungsplanung auf eine ausgefertigte Baugenehmigung angewiesen“, erläuterte Lehmann. Die habe das Landratsamt nun für nächste Woche in Aussicht gestellt. „Für den Fall, dass wir die Baugenehmigung erhalten, beginnen wir sofort mit der Ausführungsplanung.“ Dann könne im Januar ausgeschrieben und im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden, so Lehmann. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von einem Jahr.“

Die Aufstockung ist dringend nötig, weil die derzeitige Grundschule für die prognostizierten Schülerzahlen nicht mehr ausreicht – sie platzt aus allen Nähten. „Aber das wird doch perspektivisch auch für die Grundschule Großlehna und die Grundschule in Gärnitz zutreffen“, meinte Stadtrat Thomas Busch (SPD) während der Diskussion zum Doppelhaushalt 2020/21 in der jüngsten Stadtratssitzung. „Für diese beiden Einrichtungen sehe ich aber keine Erweiterungen im Haushalt.“ Das sei für ihn unverständlich, insbesondere, weil die Grundschule in Großlehna auch die Kinder aus dem Neubaugebiet in Frankenheim einschule.

Unterrichtsräume werden auch für Hort genutzt

„Wir betrachten die Entwicklung der Schülerzahlen in der Schulplanung sehr genau“, entgegnete Fachbereichsleiterin Heike Helbig. Die Grundschule Großlehna verfüge derzeit noch über getrennte Unterrichts- und Horträume, das sei bei der Grundschule Markranstädt nicht der Fall. „In Markranstädt findet die Doppelnutzung der Räume bereits statt, in Großlehna sind da noch Kapazitäten“, so Helbig. Zudem müsse die Bevölkerungsentwicklung langfristig betrachtet werden. „Wir rechnen für Markranstädt in etwa fünf Jahren mit einer Entlastung“, sagte Helbig. Bis dahin müssten eben Hort und Schule zunächst gemeinsam die Räume nutzen. „In der Grundschule Markranstädt geht das aber nicht mehr, weil es schon gemacht wird“, so die Fachbereichsleiterin. „Deshalb müssen wir hier die Schule ausbauen.“

Von Linda Polenz

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