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Mitteldeutschland Abschied von ermordeter Wissenschaftlerin in Dresden
Region Mitteldeutschland Abschied von ermordeter Wissenschaftlerin in Dresden
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16:09 23.07.2019
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, hält vor Beginn einer Gedenkfeier für die auf der griechischen Insel Kreta ermordete Forscherin Suzanne Eaton eine weiße Rose. Quelle: dpa/Sebastian Kahnert
Dresden

Familie, Freunde und Kollegen aus aller Welt haben in Dresden Abschied von der auf Kreta ermordeten Forscherin Suzanne Eaton genommen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) würdigte die 59-Jährige am Dienstag als großartige Wissenschaftlerin, wichtige Wegbegleiterin und beeindruckende Frau, die auch das Wort erhoben habe, wenn es um Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit in ihrer Wahlheimat gegangen sei. „Wir haben Suzanne Eaton alle viel zu verdanken“, sagte er bei einer nichtöffentlichen Gedenkfeier und sprach von einem „bitteren Verlust“.

Teilnehmer der Gedenkfeier: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, m), Gene Myers (l), Direktor und Forschungsgruppenleiter am Max Planck Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik sowie Institutskoordinator Ivan Baines. Quelle: dpa/Sebastian Kahnert

Die aus Oakland (Kalifornien/USA) stammende Biologin war 2000 an das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) nach Dresden gekommen, wo ihr Mann einer der Direktoren ist. Mit ihrem Team erforschte sie an Fruchtfliegen, wie Zellen miteinander kommunizieren, um Gewebe einer bestimmten Größe und Form zu bilden. Als Professorin am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden war sie zudem maßgeblich beteiligt am Erfolg der Hochschule in der Exzellenzinitiative.

Die zweifache Mutter war am 2. Juli am Rande eines Expertentreffens auf der griechischen Insel Kreta Opfer eines Verbrechens geworden. Sie wurde bereits am Montag in aller Stille im engsten Familienkreis beigesetzt.

Der Fall Suzanne Eaton:

Griechische Polizei bestätigt: Der Mörder von Suzanne Eaton hat gestanden

Dresdner Wissenschaftlerin auf Kreta vermisst

Chronologie der Ereignisse auf Kreta

2. Juli: Suzanne Eaton verlässt ihr Hotelzimmer in Laufschuhen und wird letztmals lebend gesehen; Geldbörse, Papiere und ähnliches bleiben zurück

4. Juli: Zwei Tage später veröffentlicht Eatons Nichte, die sie nach Kreta begleitet hatte, eine Vermisstenmeldung auf Facebook. Eatons Ehemann, der Dresdner Max-Planck-Direktor Anthony Hyman bricht mit den beiden gemeinsamen Söhnen auf die griechische Insel auf.

In den kommenden Tagen suchen Familie, Konferenzteilnehmer und Einsatzkräfte nach der Verschwundenen. Es kommen Drohnen, Suchhunde, Taucher und Helikopter zum Einsatz.

8. Juli: Am Montag wird eine weibliche Leiche gut zehn Kilometer vom Tagungsort entfernt in einer unterirdischen Grotte gefunden. Ein Zahnvergleich verschafft die traurige Gewissheit: Bei der Toten handelt es sich um Suzanne Eaton.

15. Juli: Griechische Nachrichtenportale berichten, dass ein 27 Jahre alter Kreter die Tat gestanden hat.

16. Juli: Die griechische Polizei bestätigt das Geständnis.

Von dpa

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