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Mitteldeutschland Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Busmonument in Dresden gestellt
Region Mitteldeutschland Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Busmonument in Dresden gestellt
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18:53 12.02.2017
Polizisten stehen am 07.02.2017 auf dem Neumarkt in Dresden (Sachsen) vor der Skulptur «Monument» des syrischen Künstlers Manaf Halbouni.
Polizisten stehen am 07.02.2017 auf dem Neumarkt in Dresden (Sachsen) vor der Skulptur «Monument» des syrischen Künstlers Manaf Halbouni.   Quelle: dpa
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Dresden

 Es wird nicht ruhig um das Busmonument auf dem Neumarkt. Bereits am Mittwoch hat ein Dresdner beim Verwaltungsgericht einen Eilauftrag auf einstweilige Verfügung gegen das Werk des Künstlers Manaf Halbouni gestellt. Das bestätigte Gerichtssprecher Hanns-Christian John. Der Antrag richte sich demnach gegen die Stadt Dresden als Verantwortlichen für die senkrecht aufgebauten Busse.

„Die Stadt Dresden hat nun Zeit sich zur Sache zu äußern und danach wird der Antragsteller eventuell erneut angehört“, erklärte John. So sei mit einer Entscheidung des Gerichtes auf keinen Fall vor nächster Woche zu rechnen. Das Monument spaltet seit seinem Aufbau am Montag die Gemüter der Dresdner. Unterstützer und Gegner der Bus-Installation liefern sich seit Tagen einen heftigen Schlagabtausch in den sozialen Netzwerken. Auch während der Eröffnungsfeier am Dienstagvormittag, die unter Polizeischutz stattfinden musste, kam es zu lautstarken Protesten Hunderter Bürger.

Seit dem bekanntwerden eines Fotos, das die originalen Busse in Aleppo mutmaßlich mit der Flagge einer vom Generalbundesanwalt als terroristisch eingestuften Organisation zeigt, wächst die teils heftige Kritik am Monument und der Stadt als Verantwortlichen erneut.

Oberbürgermeister Hilbert (FDP) wird deshalb und im Zusammenhang mit dem Gedenken rund um den 13. Februar sowie der Installation „Lampedusa 361“ auf dem Theaterplatz seit Tagen massiv bedroht und steht seit Montag unter Polizeischutz. Die Intendanten vieler Dresdner Kultureinrichtungen solidarisierten sich deshalb mit dem Oberbürgermeister. Man wolle den Drohungen und der Hetze entschlossen gegenüberstehen, hieß es

Von Sebastian Burkhardt