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Mitteldeutschland Arbeitsmarkt entwickelt sich in Sachsen besser als prognostiziert
Region Mitteldeutschland Arbeitsmarkt entwickelt sich in Sachsen besser als prognostiziert
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22:00 06.04.2018
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Quelle: Patrick Moye
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Leipzig

Der Arbeitsmarkt in Sachsen ist in besserer Verfassung als erwartet. Anders noch als im Herbst des vergangenen Jahres vorausgesagt, rechnen die Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) laut ihrer aktuellen Frühjahrsprognose für das laufende Jahr mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent.

Das bedeutet einen Beschäftigungsanstieg um 34 600 und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 14.000 Menschen. Im Herbst waren die IAB-Forscher von 25.400 mehr Beschäftigten und rund 5000 weniger Arbeitslosen ausgegangen.

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Im Jahresdurchschnitt dürften dann knapp 1,61 Millionen Sachsen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen – 1,7 Prozent mehr als 2017. Ferner rechnet das IAB für dieses Jahr im Durchschnitt mit insgesamt rund 126.300 arbeitslosen Frauen und Männern. Eine Vorhersage für die Arbeitslosenquote machten die Experten nicht. Sie dürfte aber wohl erstmals seit der Wiedervereinigung unter sechs Prozent fallen. Zuletzt lag sie bei 6,2 Prozent.

Dresden und Leipzig mit guten Aussichten

„Der konjunkturelle Aufschwung erreicht einen Höhepunkt und wirkt sich sehr positiv auf die Entwicklung der sächsischen Wirtschaft aus“, sagte am Freitag (6. April) Klaus-Peter Hansen, der Chef der sächsischen Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Chemnitz. „Die Exporte sind stabil, und die Binnennachfrage bleibt eine wichtige Stütze der Konjunktur.“

Besonders gut wird sich der Arbeitsmarkt laut der IAB-Einschätzung in Dresden und Leipzig entwickeln. Die Arbeitslosigkeit dürfte in den beiden Städten fast doppelt so stark sinken wie im Landesdurchschnitt. Der Agenturbezirk Dresden sei mit einem Beschäftigungsanstieg von 2,9 Prozent Spitzenreiter im Freistaat – vor Leipzig mit plus 2,7 Prozent und Bautzen (2,4 Prozent).

Kräftige Rückgänge prognostizieren die Forscher auch für die Agenturbezirke Zwickau (minus 14,4 Prozent), Annaberg-Buchholz (minus 12,5 Prozent) und Plauen (minus 11,6 Prozent).

Von Andreas Dunte