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Mitteldeutschland Das Ende des Supersportwagens: BMW stellt i8-Fertigung in Leipzig ein
Region Mitteldeutschland Das Ende des Supersportwagens: BMW stellt i8-Fertigung in Leipzig ein
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13:25 13.09.2019
Blick in die Produktion des i8 im Leipziger Norden: Der Plug-in-Hybrid-Sportwagen ist bisher 20 000 Mal gebaut worden. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Norbert Reithofer geriet ins Schwärmen. „Dieses Fahrzeug definiert den Sportwagen der Zukunft“, sagte der damalige BMW-Vorstandschef Ende 2013 gegenüber der LVZ, als es um den Sportwagen i8 ging. Mit seinem Plug-in-Hybrid-Konzept verbinde der Flitzer die Fahrleistung eines Supersportwagens mit dem Verbrauch eines Kleinwagens, lobte Reithofer, der mittlerweile dem Aufsichtsrat des Münchner Autokonzerns vorsteht, das Fahrzeug, das im Leipziger Werk von den Bändern rollt.

Der i8 ist mit mehr als 20.000 Autos der erfolgreichste BMW-Sportwagen

Doch das Ende des 362 PS-starken Boliden, der laut ADAC-Angaben auf einen Verbrauch von 6,5 Kilowattstunden Strom plus 5,4 Liter Benzin je 100 Kilometer kommt, rückt immer näher. „Der letzte i8 wird Ende April kommenden Jahres in Leipzig gefertigt“, bestätigte Unternehmenssprecher Julian Friedrich entsprechende LVZ-Informationen. Einen Nachfolger wird es allerdings nicht geben. Das „war nie und ist nicht geplant“, sagte der Sprecher.

Was nichts daran ändert, dass die Münchner mit dem sächsischen Wagen, der in 4,6 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und als Charakteristikum Flügeltüren aufweist, die internen Erwartungen erfüllt hat. „Der i8 ist mit mehr als 20.000 Einheiten der erfolgreichste je bei BMW gebaute Sportwagen“, betonte Friedrich.

Er beschreibe als erstes in Serie gefertigter Hybrid-Sport-Modell mit der Leichtbaukarosserie aus Carbon „eine eigene Ära im Automobilbau“. Den i8, dessen Preisliste bei 134.000 Euro beginnt, gibt es seit einiger Zeit auch als Roadster.

Für den ebenfalls in Leipzig gefertigten i3, das erste reine Elektroauto von BMW, ist dagegen kein Produktionsende in Sicht. Der Stromer erfahre in seinem sechsten Produktionsjahr „eine erfreulich hohe Nachfrage“, sagte Friedrich. Vertriebsvorstand Pieter Nota sprach zuletzt von einem „kontinuierlich starken Absatzwachstum“. Bis einschließlich August wurden dieses Jahr 24.870 Einheiten des i3 abgesetzt, eine Steigerung um 21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

BMW hatte Leipzig für 400 Millionen Euro ausgebaut, um den i3 und den i8 zu bauen. Damit verbunden waren 800 neue Arbeitsplätze. Gegenwärtig sind in der Fabrik über 5300 Mitarbeiter beschäftigt. Auch wenn das Ende des i8 naht – Sorgen um ihren Job müssen sich die Angestellten offenbar nicht machen.

as Werk im Leipziger Norden befindet sich gegenwärtig in der Schlussphase des Werkausbaus. Mit einem Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro soll dabei die Kapazität nach oben gefahren werden. Das maximal mögliche Fertigungsvolumen soll dadurch von derzeit 250 000 auf 350 000 Fahrzeuge gesteigert werden.

BMW sieht in der Leipziger Fabrik eine „konstant hohe Auslastung“

Im Juni war bereits der Anlauf des neuen 1er erfolgt, im November folgt dann der des neuen 2er Gran Coupé. „Beide Modelle sind stark nachgefragte Fahrzeuge“, berichtete Friedrich. In Kombination mit den weiteren Leipziger Modellen – 2er Coupé, 2er Cabrio, M2, 2er Active Tourer/2er Active Tourer PHEV – werde das „zu einer konstant hohen Auslastung des Werkes führen“.

BMW hatte das Leipziger Werk im Jahr 2005 eröffnet. Täglich werden gut 1000 Autos hergestellt. Bislang wurden mehr als zwei Milliarden Euro in den sächsischen Standort investiert.

Von Ulrich milde

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