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Mitteldeutschland Bahn erweitert Spar-Ticket für Mitteldeutschland
Region Mitteldeutschland Bahn erweitert Spar-Ticket für Mitteldeutschland
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16:48 13.06.2016
Die Deutsche Bahn hält an ihrem Regio120-Ticket fest. (Archivbild)
Die Deutsche Bahn hält an ihrem Regio120-Ticket fest. (Archivbild) Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Deutsche Bahn hält an dem Regio120-Ticket fest. Im vergangenen Sommer war es als Reaktion auf die Fernbuskonkurrenz eingeführt worden. Nun wird es weiterentwickelt und soll ab sofort auch von Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg und Magdeburg aus nach Berlin Hauptbahnhof gelten. In den vergangenen zwölf Monaten ist das Nahverkehrs-Ticket nach Angaben von DB Regio über eine halbe Million Mal in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verkauft worden.

Während die einfache Fahrt bis zu 120 Kilometern unverändert 15 Euro kostet, verteuert sich das das Regio120plus-Ticket bei Reisen darüber hinaus um zwei Euro auf 20 Euro, teilte gestern Jost Beckmann von DB Regio Südost mit. Das Regio120-Ticket sei ideal für Fahrgäste, die nur eine Strecke an einem Tag zurücklegen.

Es gilt für Nahverkehrszüge von 14 Bahnbetreibern, teilweise auch über die Region hinaus, beispielsweise bis Braunschweig, Cottbus, Göttingen, Hof, Kassel, Schweinfurt oder seit 12. Juni 2016 auch nach Berlin Hauptbahnhof. Liegt der Normalpreis für die gewünschte Strecke unter 15 Euro, bezahlt der Fahrgast den günstigeren Tarif.

Mit dem Angebot wolle man den Fernbusverkehr Paroli bieten. „Zwar können wir aufgrund unserer höheren laufenden Kosten nicht mit Kampfpreisen ab 5 Euro an den Start gehen, dafür steigen unsere Fahrgäste aber auch in kleineren Städten einfach ein und aus“, wirbt Beckmann. Als weitere Vorteile nannte er den dichten Takt der Züge, den Festpreis und dass Passagiere ihre Kinder und Enkelkinder unter 15 Jahren kostenfrei mitnehmen können.

Die neuen Tickets, die in den DB Verkaufsstellen und am DB Automaten erworben werden können. gelten von Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen schon ab 0 Uhr. Keine Gültigkeit haben sie in den Zügen im Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) sowie in denen von Transdev auf den Strecken Dresden–Chemnitz–Plauen–Hof und Chemnitz–Elsterwerda. Grund dafür ist der Betreiberwechsel auf den genannten Strecke.

Statt der Doppelstockwagen der DB verkehren ab Juni Züge von Transdev unter der Marke Mitteldeutsche Regiobahn. Für Kunden dürfte das verwirrend sein: Denn auf den Transdev-Strecken Leipzig- Chemnitz und Leipzig-Döbeln gilt das Regio120-Ticket weiter. Verantwortlich dafür sind die unterschiedlichen Vergütungsmodell, die die fünf Verkehrsverbünde in Sachsen mit den Bahnunternehmen vereinbaren können.

Andreas Dunte