Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Bekannter Sportarzt nach Promillefahrt zum vierten Mal verurteilt
Region Mitteldeutschland Bekannter Sportarzt nach Promillefahrt zum vierten Mal verurteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:11 12.03.2019
In Dresden wurde ein bekannter Sportarzt zum vierten Mal wegen Alkohol am Steuer verurteilt. Quelle: dpa
Dresden

Als Mediziner hat Dr. Sieghard F. einen guten Ruf. Bei ihm gab sich die Sportprominenz die Klinke in die Hand. In den 90er Jahren leitete er das Institut für Sportmedizin in Kreischa, bis er dann seine eigenen Praxis in Dresden eröffnete. Klingt nach einer tollen Karriere. Doch Dr. F. hat ein Problem, auch wenn er das selbst nicht so recht einsehen will – den Alkohol. Die Fahrerlaubnis musste er abgeben und doch setzte er sich immer wieder hinters Steuer, oft auch betrunken. Drei Mal wurde er schon verurteilt, das letzte Mal am 31. Mai 2018. Am Montag stand er wieder vorm Amtsgericht.

Genau zwei Monate nach dem letzten Urteil rammte er beim Ausparken einen Nissan – Schaden rund 2000 Euro – und fuhr weg. Pech für ihn: ein Zeuge hatte dies beobachtet und ein Foto des Arztes geschossen, als der die Biege machte. Der Unfall hielt Dr. F. allerdings nicht davon ab, sich am nächsten Tag wieder ins Auto zu setzen – ohne Führerschein, aber mit viel Alkohol im Blut. Auf einem Netto-Parkplatz an der Kesselsdorfer Straße fiel er einem Zeugen auf. „Das Auto stand auf dem Fußweg des Parkplatzes, er war wohl gegen einen Stützpfeiler gefahren, hantierte im Auto rum, wollte wegfahren, aber es ging nicht. Ich fragte, ob ich helfen kann. Es roch sehr stark nach Alkohol. Ich bat um seinen Autoschlüssel, den er mir auch gab.“

Der Mercedes des Arztes wurde eingezogen

Die Polizei nahm Dr. F. mit zum Alkoholtest – satte 3,45 Promille. Da liegen andere im Koma, nicht so der Doktor. Der 63-Jährige hatte zwar einen wackligen Gang und musste sich im Revier beim Treppensteigen festhalten, war aber sonst ganz gut beisammen, konnte auf alles reagieren und hat wohl auch gemerkt, was er verbockt hatte. „Ich habe Mist gebaut“, begrüßte er die Beamten.

Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Dass da niemand zu Schaden kam, ist wahrlich nicht sein Verdienst. Er habe getrunken, da seine Frau schwer erkrankt sei, begründete er die Fahrt. Er sei kein Alkoholiker und trinke in der Woche nichts, nur am Wochenende. Was war da bei seinen vorangegangenen Trunkenheitsfahrten?

Dr. F. wurde zu einer Freiheitsstrafe von secht Monaten verurteilt, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er muss sich bei den „Anonymen Alkoholikern“ vorstellen und künftig laufen. Sein Mercedes wurde eingezogen

Von RND/ml

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

CDU-Generalsekretär Ziemiak hat angesichts des Kohleausstiegs dazu aufgerufen, die Menschen bei den Veränderungen mitzunehmen. Es gehe darum sachlich zu diskutieren, wie hoch sind die Kosten, wie sichert man Versorgung und Arbeitsplätze, sagte er in Halle.

11.03.2019

Sachsen hat nach sieben Jahren seinen Landesverkehrsplan überarbeitet. Darin sind nicht nur die Prognosen bis ins Jahr 2030 enthalten, sondern auch veränderte Ausrichtungen der Verkehrspolitik.

11.03.2019

Die Grünen haben eine klare Strategie für den Ausbau erneuerbarer Energien in Sachsen gefordert. Der Freistaat solle durch Ausbau der Wind und Solarenergie weiterhin Energieland blieben. Davon sollen vor allem Bürger und Kommunen profitieren.

11.03.2019