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Mitteldeutschland Bereits 12 800 Sachsen an Grippe erkrankt
Region Mitteldeutschland Bereits 12 800 Sachsen an Grippe erkrankt
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22:00 23.02.2018
Medikamente und Fiberthermometer: Die Grippe breitet sich weiter aus.
Medikamente und Fiberthermometer: Die Grippe breitet sich weiter aus. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Grippeepidemie in Sachsen hält weiter an. Seit Saisonbeginn sind 12 810 Menschen erkrankt, neun starben an der Influenza. Allein in der Vorwoche kamen 3737 neue Fälle hinzu, wie die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) in Chemnitz mitteilt. Trotz sächsischer Schulferien verzeichne man bei den Ansteckungen ein sehr hohes Niveau, heißt es.

Bei den Grippetoten handele es sich um fünf Frauen und vier Männer im Alter zwischen 64 und 91 Jahren. Sie stammen aus den Landkreisen Chemnitz, Görlitz, Zwickau, Leipzig sowie aus Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis. „Alle bisher in Sachsen während der Saison gemeldeten neun Todesfälle waren durch Influenza B verursacht“, so die LUA. Bei den in dieser Saison dominierenden B-Viren handelt es sich in 99 Prozent aller Fälle um Viren der Yamagata-Linie, gegen die die Dreifachimpfung nicht schützt.

In Thüringen fällt wie bereits berichtet die diesjährige Grippewelle nicht so schlimm aus wie in der Vorsaison. Zwischen dem Spätherbst und Ende vergangener Woche wurden laut Sozialministerium im Freistaat annähernd 2800 nachgewiesene Krankheitsfälle registriert. In der Grippesaison 2016/17 waren es zum gleichen Zeitpunkt rund 3600. Allein seit Jahresbeginn wurden in Thüringen über 1300 Grippefälle gemeldet, die Dunkelziffer dürfte aber noch deutlich höher sein, wie die Barmer in Thüringen mitteilt.

Bundesweit starben in dieser Saison bisher 136 Menschen an der Grippe – in 88 Fällen an der B-Influenza. Angesteckt haben sich deutschlandweit über 82 000 Menschen, gut 13 000 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Allein in der vergangenen Woche kamen mehr als 23 000 im Labor bestätigte Grippefälle hinzu, teilt das Robert-Koch-Institut in Berlin mit.

Von Andreas Dunte