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Mitteldeutschland Bildungsniveau der Thüringer überdurchschnittlich - Sachsen bundesweit vorn
Region Mitteldeutschland Bildungsniveau der Thüringer überdurchschnittlich - Sachsen bundesweit vorn
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22:27 08.09.2010
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Gera/Wiesbaden

Höher ist der Anteil einzig in Sachsen (96 Prozent). Bundesweit lag der Wert dagegen nur bei 85 Prozent, in den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei 72 Prozent. Angesichts vergleichsweise hoher Bildungsausgaben im Freistaat forderte die CDU Einsparungen.

Denn Thüringen lässt sich Bildung bundesweit mit am meisten kosten. Die Ausgaben dafür lagen 2007 bei 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Da konnten nur Berlin und Mecklenburg- Vorpommern mithalten. In der Sekundarstufe wurden 8100 Euro pro Schüler ausgegeben - so viel wie in keinem anderen Bundesland. Der Ländervergleich zeige, „dass andere mit weniger Geld offenbar genauso gute oder bessere Ergebnisse erreichen“, erklärte die Finanzexpertin der CDU-Fraktion, Annette Lehmann. „Auch der Bildungsetat kann und muss daher in erheblichem Umfang zur Konsolidierung des Haushalts beitragen.“   

Den Zahlen der Statistiker nach hatten zwei Drittel der Thüringer 2008 einen Berufsabschluss oder zumindest Abitur ohne abgeschlossenes Studium. Damit belegte der Freistaat bundesweit mit Mecklenburg- Vorpommern den zweiten Platz hinter Sachsen-Anhalt. Der Anteil der Thüringer mit Fachschul- oder Hochschulabschluss lag mit 28 Prozent zwar im OECD-Schnitt, aber schlechter als vier Jahre zuvor. 2004 waren es noch 31 Prozent. Spitzenreiter war zuletzt Sachsen, wo jeder dritte ein abgeschlossenes Studium hat.

Die bisherige Berufsausbildung dürfe nicht nach dem Vorbild manch anderer Länder an die Hochschulen verlagert werden, mahnte CDU- Bildungsexperte Volker Emde. „In Deutschland ausgebildete Gesellen oder Meister können mit einem solchen Bachelor allemal mithalten.“   

Aus dem Ländervergleich geht auch hervor, dass sich an den Thüringer Hochschulen die Betreuungssituation der Studenten verschlechtert hat. Kamen 1996 im Schnitt noch 6,3 Studenten auf einen Lehrenden, waren es 2008 schon 10,8. Mit einer Quote von 24,4 an den Fachhochschulen belegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich gar nur Platz zwölf.

dpa

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