Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Bisher keine Anwerbeversuche von Salafisten vor Flüchtlingsheimen
Region Mitteldeutschland Bisher keine Anwerbeversuche von Salafisten vor Flüchtlingsheimen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:56 15.09.2015
Flüchtlinge nach der Ankunft in Berlin (Archivfoto) Quelle: dpa
Dresden

Anders als in Bayern oder Nordrhein-Westfalen hat der sächsische Verfassungsschutz bisher keine Erkenntnisse, dass Salafisten gezielt Flüchtlinge anwerben. „Konkrete diesbezügliche Hinweise liegen bislang nicht vor“, teilte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.  Anfang August hatte der Verfassungsschutz vor einer Flüchtlingsunterkunft in Dresden zwar mutmaßliche Salafisten beobachtet. „Allerdings konnte dort nicht festgestellt werden, dass sie in Sachen Missionierung oder Rekrutierung unterwegs waren“, sagte ein Sprecher.
Laut Verfassungsschutz-Präsident Gordian Meyer-Plath sind den Behörden bislang auch keine Fälle bekannt, wonach IS-Terroristen als Flüchtlinge getarnt eingereist sind. „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass unter den Menschen, die hierher kommen, auch welche sind, die Sympathien für den Islamischen Staat haben oder sogar mit einem gewissen Auftrag kommen, die ist durchaus da“, sagte er dem Radiosender MDR Info. Die Flüchtlingsunterkünfte seien von der Landesdirektion informiert worden, damit „Menschen, die dort arbeiten, Auffälligkeiten erkennen können, ob sich dort radikalisierte Personen aufhalten“.
Wie die Sprecherin weiter mitteilte, wurde für die Erstaufnahmeeinrichtungen in Sachsen ein Merkblatt zum Erkennen salafistischer Aktivitäten erstellt. „Ob das nun Auffälligkeiten in Smartphone-Displays sind oder Äußerungen gegenüber Flüchtlingen, denen man vorwirft, sich irgendwie unislamisch zu verhalten“, erklärte Meyer-Plath. „Das können Indikatoren sein, auf die wir dann genau achten müssen.“ 

Die Verfassungsschutzbehörden in Bayern und Nordrhein-Westfalen hatten registriert, dass extremistische Salafisten gezielt versuchten, Kontakt zu muslimischen Flüchtlingen aufzubauen. „Dass sie diese Chance nutzen, mag sein. Wir dürfen ihnen diese Chance aber nicht geben“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

Wölfe haben in den vergangenen vier Wochen in 16 Fällen Schafe im Landkreis Bautzen angegriffen. „Die meisten Tiere sind tot, einige verletzt“, erklärte eine Sprecherin des Kontaktbüros „Wolfsregion Lausitz“ am Montag in Rietschen. In einem Fall seien 13 Schafe auf einmal gerissen worden.

14.09.2015

Pegida will eine eigene Partei gründen. Das kündigte Lutz Bachmann, Gründer der Bewegung, am Montagabend an. So schnell wie möglich will der Verein ein Grundsatzpapier erarbeiten.

14.09.2015

Angesichts der Flüchtlingssituation sind Kontrollen im eigentlich binnengrenzenlosen Schengenraum wieder möglich. Laut Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) auch an der Grenze zu Tschechien.

14.09.2015