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Mitteldeutschland Blühen die Pflanzen zu spät in Sachsen?
Region Mitteldeutschland

Blühen die Pflanzen zu spät in Sachsen? 

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11:07 02.05.2021
Ein Baum blüht im Rosental, unweit des Stadtzentrums vor blauem, wolkenlosem Himmel.
Ein Baum blüht im Rosental, unweit des Stadtzentrums vor blauem, wolkenlosem Himmel. Quelle: Sebastian Willnow
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Leipzig

Die relativ niedrigen Temperaturen im April und der kalte Winter haben in der Natur für ein normales Frühlingserwachen gesorgt. Die Entwicklung von Pflanzen, Sträuchern und Bäumen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sei bisher nicht verzögert, sondern entspreche dem langjährigen Mittel, sagte eine Mitarbeiterin des Bereichs Agrarmeteorologie beim Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Anfrage in Leipzig.

„In den letzten beiden Jahren war die Entwicklung um drei bis vier Wochen zu früh. Der Winter zu kurz.“ Dadurch könnte der Eindruck entstehen, die Entwicklung der Pflanzen hinke hinterher. „Dieses Jahr ist jedoch normal. Wir sind noch nicht zu spät“, so die Expertin.

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Die Agrarmeteorologen machen das an bestimmen Pflanzen fest: Zu den Frühlingsboten, die beobachtet werden, gehört die Forsythie - ein gelbblühender Zierstrauch, der in vielen Gärten und Parks steht. Nach dem langjährigen Mittel - es umfasst den Zeitraum von 1961 bis 1990 - beginne der Strauch in der Regel am 5. April zu blühen.

In diesem Jahr seien die ersten Blüten beispielsweise in Thüringen am 27. März gemeldet worden, die Blüte habe um den 9. April gelegen. Mancherorts habe die Forsythie kaum geblüht - Frostschäden könnten dafür die Ursache sein.

Als nächster Marker für die Entwicklung der Natur gelte die Blüte der Apfelbäume, die nach dem langjährigen Mittel um den 6. Mai fällig sei. „Derzeit beginnt die Blüte langsam.“ Wie sich das weitere Pflanzenwachstum entwickle, müssten die nächsten Tage und Wochen zeigen. „Es ist immer noch recht kühl.“

Niedrigste Werte seit April 1973

Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes war der April der kälteste seit Jahrzehnten in Mitteldeutschland. In Sachsen lagen die Temperaturen danach bei durchschnittlich 5,3 Grad - niedriger seien die durchschnittlichen April-Werte zuletzt im Jahr 1973 gewesen. Sachsen-Anhalt erlebte mit 6 Grad den kältesten April seit dem Jahr 1977 und die meisten Frosttage seit Beginn der Messungen. In Thüringen herrschten im Schnitt 5,1 Grad - dort müsste man bis ins Jahr 1980 zurückgehen, um einen ähnlich kalten April zu erleben.

Von RND/dpa